Flüssige Kalorien nimmt Ihr Körper nicht für voll

Idealer Durstlöscher
Heute abend würde er sich mal wieder richtig abfüllen.

Vorsicht vor Kalorien in Getränken: der Körper scheint sie bei seiner Appetit-Regulation nicht zu berücksichtigen – im Gegensatz zu "festen" Kalorien.

Dem Bierbauch auf der Spur oder: Der Körper als schwarzes Loch für flüssige Kalorien.
Das körpereigene Energieradar scheint auf die Zufuhr von flüssigen Kalorien nicht zu reagieren. Denn wenn Sie Fruchtgetränke oder kalorienreiche Softdrinks zu sich nehmen, haben Sie nicht automatisch weniger Appetit als wenn Sie nur Wasser oder Tee tränken.

In einer Untersuchung sollten Probanden vier Wochen lang täglich 450 Kalorien in Form von Bonbons essen. Danach tranken sie einen Monat lang dieselbe Kalorienmenge mit Softdrinks. Wenn sie die "festen" Kalorien zu sich nahmen, aßen die Untersuchten entsprechend weniger. In der Zeit aber, in der sie dem Körper die 450 Kalorien in flüssiger Form lieferten, aßen sie genauso viel, als wenn sie diese Kalorien nicht getrunken hätten. Die zusätzlichen Kalorien schlichen sich also am körpereigenen Appetitsregulierungs-Mechanismus vorbei.
Wer Diät hält, sollte deshalb lieber Wasser, Tee oder Kaffee trinken, um seinem Körper nicht wieder Pfunde aufzuschmuggeln. Gleiches gilt, wenn Sie an Ihrem Waschbrett feilen: trinken Sie kalorienarm, damit nicht unbemerkt wieder ein kleiner Mantel aus Fett die begehrten Rillen vor den heißen Blicken der Verehrerinnen verhüllt.
Ob die Forscher die Studie demnächst mit Bier als Getränk wiederholen werden, ist nicht überliefert - womöglich geriete dann der Mythos vom "flüssigen Brot" ins Wanken.

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