Nützliches Fettgewebe: Männer bei Fettverbrennung im Nachteil

Männer verlieren im Alter schnell braune Fettmasse, die beim Abspecken helfen soll
Männer verlieren fettabbauendes "braunes Fett" schneller

Männer bauen im Laufe des Lebens viel schneller Gewebe ab, das die Fettverbrennung ankurbelt

Im Kampf gegen die Pfunde haben Männer zumindest auf einem der vielen Abnehm-Schlachtfelder offenbar einen Nachteil: Männliche Körper bauen ein fettabbauendes Gewebe im Laufe des Lebens deutlich schneller ab als weibliche, so ein Studie des Universitätsklinikums Tübingen. Dabei handelt es sich um das so genannte braune Fettgewebe (MensHealth.de berichtete), das überschüssige Fettzellen im Körper tilgt. Während überflüssige Kalorien sich für gewöhnlich an Hüften und Bauch festsetzen, bewirkt das "braune" Fett genau das Gegenteil: Es verbrennt die Pfunde, statt sie in Fettmasse zu verwandeln.

Das braune Fett war der Wissenschaft lange Zeit nur bei Säulingen bekannt – zum Schutz gegen Kälte. Anfang 2009 gaben Forscher bekannt, dass das Gewebe – wenn auch in geringerer Konzentration – auch bei Erwachsenen vorkommt. Dabei stellte sich heraus, dass schlanke Menschen über mehr braunes Fettgewebe verfügen als fettleibige. Da Männer das nützliche Gewebe viel schneller verlieren als Frauen, arbeiten die Wissenschaftler nun an neuen Strategien, um die braune Fettmasse zu erhalten.

"Um festzustellen, wie viel braunes Fett jemand besitzt, ist derzeit leider nur durch eine aufwendige Untersuchung möglich. Wir arbeiten aber schon fieberhaft an einfacheren Nachweismethoden", so Endokrinologe Norbert Stefan vom Tübinger Forschungsteam. Die Ergebnisse der Studie sind im Fachmagazin Diabetes erschienen.

Sponsored Section Anzeige