Angekratztes Ego: Männer leiden heftiger bei Beziehungsstress

Zerstörerische Eifersucht
Vermutlich zehrt das Auf und Ab in einer Beziehung mehr an Männern, als bislang angenommen

Ärger in der Partnerschaft macht Männern mehr zu schaffen als Frauen. Ihr Selbstwertgefühl hängt von der Qualität der Beziehung ab

Wenn es in der Beziehung kriselt, leiden junge Männer offenbar mehr darunter als ihre Partnerin. Grund für die unterschiedlichen Emotionen: Frauen bereden das Auf und Ab in ihrer Partnerschaft oft mit Freunden oder der Familie, während Männer eher im Stillen leiden, so eine US-Studie der Wake Forest University in North Carolina.

Damit bringen die Forscher das Bild vom "starken Geschlecht" ins Wanken, das Beziehungskrisen besser wegsteckt. Das Selbstwertgefühl der Männer leide enorm unter den Strapazen mit der Partnerin. Bislang galten Frauen als wesentlich verletzbarer und sensibler. Auf der anderen Seite sollen Männer dafür aber auch mehr von den positiven Aspekten ihrer Beziehung profitieren als ihre Freundin.

Eine weitere Beobachtung der Wissenschaftler: Ob Männer zufrieden sind oder nicht, hänge am stärksten von der Qualität ihrer Beziehung ab. Junge Frauen hingegen seien allein schon durch die Tatsache glücklicher, überhaupt einen Partner an ihrer Seite zu haben. Sie leiden offenbar erst dann richtig, wenn die Beziehung wirklich zerbricht.

Die Forscher hatten für ihre Analyse rund 1000 unverheiratete junge Erwachsene zwischen 18 und 23 Jahren untersucht. Die Studie ist im Journal of Health and Social Behavior erschienen.

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