Polygamie: Männer seit Urzeiten untreu

Den meisten Männern reicht eine Frau nicht
Reicht Ihnen eine Frau?

Der Beweis, dass der Mann nicht erst gestern untreu geworden ist, liegt in seinen Genen – und in denen der Frau

Wer seine Liebe zu den Frauen – und damit ist die Liebe zu ALLEN Frauen gemeint – nicht unter Kontrolle bekommt, darf dem ewigen Sündenbock aller Laster, der Gewohnheit, die Schuld geben. Amerikanische Forscher haben nicht nur herausgefunden, dass die Männer offenbar schon fast immer der Vielweiberei anhingen; sie haben auch den Ort des Beweises dingfest gemacht: das X-Chromosom.

Die Indizien hat die Evolution in Tausenden von Jahren im menschlichen Erbgut hinterlassen. Und es sieht so aus, als ob relativ wenige Männer einen relativ großen Einfluss auf die menschlichen Gene genommen haben. Was aber nur funktioniert, wenn wenige Männer mit vielen Frauen Nachkommen gezeugt haben – das Hauptindiz für Polygamie.

Dafür untersuchten die Forscher die X- und Y-Chromosomen von Menschen aus allen Teilen der Welt. Dabei fanden sie größere Unterschiede innerhalb des X-Chromosoms, als es hätte geben dürfen, wenn gleich viele Männer und Frauen ihre Gene weitergegeben hätten – also jeder zum Zug gekommen wäre.

"Ich weiß nicht, wie lange der Mensch (in der westlichen Welt, Anm. d. Redaktion) bereits monogam lebt", so Michael Hammer von der US-Universität Texas in Tuscon. "Aber in Hinsicht auf die Evolution kann das noch nicht lange sein."

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