Vorstellungsvermögen: Männer stark im räumlichen Denken

Durch eine dicke Hirnrinde schlechtes räumliches Denken
Die Struktur des Schläfenlappens beeinflusst das räumliche Denken

Die Struktur des Schläfenlappens ist offenbar der Grund dafür, warum Männer besser räumlich denken können

Männer sind fast immer gut darin, sich dreidimensionale Gegenstände im Geiste vorzustellen. Bei Frauen sieht das oft etwas anders aus. Den Grund dafür haben US-Forscher in einer Studie herausgefunden: Schuld daran soll der Schläfenlappen sein. Denn dieser Teil des Gehirns, der für die Verarbeitung von räumlichen Zusammenhängen zuständig ist, hat bei Frauen eine dickere Rinde und eine kleinere Oberfläche, erklärt Studienleiter Tim Koscik, der University of Iowa. Beide Merkmale stehen beeinflussen die Fähigkeit sich Gegenstände im Geiste vorzustellen und sie rotieren zu lassen, erläutert Koscik.

Für die Studie mussten 38 Frauen und 38 Männer dreidimensionale Objekte im Geiste drehen und dann angeben, mit welcher Figur die Objekte übereinstimmen. Ergebnis: die männlichen Testteilnehmer konnten durchweg mehr Objekte zuordnen. Anschließend untersuchten die Wissenschaftler die Beschaffenheit der Schläfenlappen der Probanden. Dabei wurde deutlich, dass die Frauen mit dem schlechtesten Testergebnis auch die dickste Rinde des Schläfenlappens hatten, so die Forscher. Außerdem hätten die Männer mit dem besten räumlichen Vorstellungsvermögen auch die Schläfenlappen mit der größten Oberfläche. Weiterhin sei die funktionelle Kapazität des Lappens bei Männern um etwa zehn Prozent höher als bei Frauen.

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