Sexualforschung: Männer haben immer weniger Sex

Lust auf Sex wird bei Männern seltener
Nur vier bis zehn Mal im Monat haben 18- bis 30-jährige Männer Sex

Tote Hose im Bett: Nur vier bis zehn Mal im Monat hat der deutsche Mann im Durchschnitt Sex – Tendenz fallend

Die Männer in Deutschland haben offenbar viel seltener Sex als noch vor 30 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hamburger Uniklinik Eppendorf (UKE). Mögliche Gründe: Stress und Bierbauch.

Hatten 18- bis 30-Jährige vor 30 Jahren noch rund 22 bis 28 Mal im Monat Sex, ist der Durchschnitt jetzt auf vier bis zehn Mal im Monat gesunken. Die Tendenz ist fallend, meint Studienleiter Frank Sommer vom Institut für Männergesundheit.

Je älter, desto weniger Sex
Das Alter spielt dabei eine große Rolle: Bei den 31- bis 40-Jährigen kommt es drei bis sechs Mal im Monat zum Schäferstündchen. Bei Männern in den 70ern waren es dagegen noch acht bis zwölf Mal. Die 41- bis 50-Jährigen lieben sich zwei bis drei Mal monatlich. Zum Vergleich: Vor 30 Jahren kam es bei ihnen sechs bis zehn Mal im Monat dazu. Auch die 51- bis 60-jährigen Männer werden immer lustloser – sie schlafen nur noch bis zu zwei Mal im Monat mit einer Frau. 30 Jahre zuvor kam diese Altersgruppe immerhin auf vier bis fünf Mal Sex im Monat.

Männerbäuche machen lustlos
Hauptursache für die mangelnde Lust auf Sex ist laut Meinung der Forscher die gestiegene Belastung am Arbeitsplatz: Zu viel Stress wirkt sich auch nach Feierabend negativ auf's Liebesleben aus. Weiterer Grund: der Bierbauch. Männerbäuche machen lustlos, erklärt Sommer. Demnach wird das männliche Sexualhormon Testosteron im Bauchfett zu weiblichen Östrogenen umgewandelt. Folge: Zu viel weibliche Hormone und damit weniger Sexualtrieb, so der Forscher.

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