Echte Kumpel: Männerfreundschaften finden

Freunde schützen Immunsystem
Männerfreundschaft: Liebe vergeht ...

Wie wichtig eine Männerfreundschaft ist, haben Sie selbst schon erlebt. Oder haben Sie keine echten Freunde? Dann mal los, suchen Sie sich einen. Wo Sie fündig werden und warum es schwierig ist, echte Freunde zu finden

Warum ist es so schwer, Freunde zu finden?

Weil Männer Kämpfer sind das Ziel der modernen Erziehung ist die Selbständigkeit. So puzzelt jeder an seinem Lebensglück herum und hofft, mit wenig fremder Hilfe auszukommen. Wer aber nicht mal beim Nachbarn die Bohrmaschine ausleiht, wird auch nie mit ihm ein Bierchen trinken gehen. Männer haben zu oft keine Zeit für andere.

Weil Männer Geld verdienen
Was sie kriegen, bezahlen sie auch. Männer wollen bei niemandem in der Schuld stehen. Freundschaft ist aber das Ergebnis zahlreicher kleiner Gegenseitigkeiten, die unbezahlbar sind.

Weil Männer mobil sind
Früher wohnte der Kumpel in der Nachbarschaft, ging auf dieselbe Schule oder kickte im selben Club. Heute ziehen alle ständig um, zum Beispiel dem Studienplatz oder einem lukrativen Jobangebot hinterher. Die alten Freunde bleiben zurück.

Weil Männer distanziert kommunizieren
Damals, als Junge, blieb man über Nacht bei seinem Freund, unterhielt sich bis zum Morgen. Heute schickt man E-Mails. Nähe ist das nicht. Nähe aber ist das Fundament von Freundschaft.

Weil Männer Frauen lieben
Der Feind tiefer Männerfreundschaft ist die Liebe zur Frau. Sie raubt Zeit. Das Paar zieht zusammen, bekommt Kinder: Windeln wechseln statt Sandkastenkumpel.

Wo man Freunde findet

  • Im Kollegenkreis: Job ist Job und Schnaps ist Schnaps – gute Einstellung. Doch mit Kollegen verbringen Sie vermutlich die meiste Zeit. Vielleicht ist einer dabei, den Sie gern näher kennen würden. Fragen Sie ihn bei einer Arbeitsaufgabe um seine Meinung, das zeigt ihm Ihr Interesse. Gehen Sie mit ihm mittags in die Kantine und erkunden Sie seine Hobbies. Als nette Geste könnten Sie ihm ein passendes Buch schenken. Oder Sie fragen ihn, in welchem Fitnessstudio er trainiert und ob er Sie mal mitnimmt. Vielleicht gehen sie anschließend noch auf ein Bier.
  • Im Fitnessstudio: Gehören Sie zu denen, die stumpf schweigend ihr Workout durchziehen und höchstens den Frauen das Gerät einstellen? Fragen Sie einfach mal einen Studiobesucher, der sympathisch aussieht, ob er ihnen beim Bankdrücken hilft oder Lust auf ein Wettrennen auf dem Laufband hat.
  • Im Verein: Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten? Suchen Sie sich Mitstreiter. Super sind natürlich Mannschaftssportarten. Aber auch im Tennisverein, Golf-, Computer- oder Schachclub, Kochkursus oder einer Fremdsprachenschule könnte sich ihr künftiger alter ego verstecken.
  • Beim Shoppen: Gehen Sie nicht nach Feierabend, sondern am Samstag neue Sportschuhe, Bikezubehör oder CDs kaufen. In den Shops wimmelt es – vor allem nach 14 Uhr - nur so von gleichgesinnten Typen. Fragen Sie einen um Rat und schon sind sie im Gespräch, vielleicht hat er noch Lust auf einen Kaffee.
  • In der Bücherei: Hier sind keineswegs nur Omis oder Philosophiestudenten des 19. Semesters zu treffen. Interessieren Sie sich für Anatomie, antike Kunst oder exotische Reiseziele? Dann gehen Sie ab und an in eine öffentliche Buchhalle und stöbern Sie in Ihrem Fachgebiet. Vor Bücherregalen bahnten sich schon Ehen an.
  • Per Kontaktanzeige: Wird immer beliebter: Geben Sie eine Suchanzeige im Stadtmagazin oder in einer Fachzeitschrift (z.B. Connect, Runner’s World, Mountainbike) auf. Natürlich nicht: "Süßer Junge sucht nette Bekannte", sondern "Suche ganze Kerle für meine Nepalreise...".
  • Überall: Freizeit bedeutet nicht nur Fernsehen, Schlafen und Baden. Sie müssen vor die Tür. Nette Leute kann man überall treffen, ob im Schwimmbad, im Supermarkt, in der U-Bahn oder an der Tankstelle. Springen Sie über Ihren Schatten, seien Sie neugierig. Im Sinne des amerikanischen Kommunikationsforschers und Soziologie-Gurus Dale Carnegie: "Wer sich für andere interessiert, gewinnt in zwei Monaten mehr Freunde als jemand der immer nur versucht, die anderen für sich zu interessieren in zwei Jahren."

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