Erste Station: Magen-Pflege

Organ-Tuning: Magen
Der Magen hat eine Füllmenge von zwei Litern

Langsames Essen ist eine Wohltat für den Magen

Fakten: In das Hohlorgan, das unterhalb des Zwerchfells liegt, passen zwei Liter Nahrung. Die Zufuhr erfolgt über die Speiseröhre, als Abfluss dient der Dünndarm.

Aufgaben: Aufgenommene Nahrung zerquetscht das muskulöse Organ durch wellenförmige Bewegungen (Kontraktionen). Enzyme zersetzen Proteine, Säure tötet Keime ab. Ihr Magen fungiert auch als Speicher, gibt Nahrungsbrei kontrolliert an den Dünndarm weiter.

Alterserscheinungen: Die Magenschleimhaut wird empfindlicher, es treten häufiger Entzündungen auf.

Häufigste Todesursache*: Magenkrebs: 5846 (2 %)

Pflege-Tipps:

  • "Das größte Magenproblem hier zu Lande ist nicht Mangel, sondern eher Überfluss", so Professor Friedrich Hagenmüller, Gastroenterologe an der Asklepios-Klinik in Hamburg-Altona. "Die Verdauungsorgane benötigen nicht etwa Training, sondern Schonung." Reduzieren Sie jede Portion um ein Viertel.
  • Immer mit der Ruhe. Essen Sie langsam, dann hat der Magen nicht so viel auf einmal zu tun. Wenn Sie dann auch noch gut kauen, kann Ihr Magen den Rest mühelos erledigen.
  • Trinken Sie Alkohol, aber nur in Maßen. In einer Studie der Universität Ulm waren Personen, die täglich etwa 20 Gramm Alkohol zu sich nahmen, besonders selten mit dem Bakterium Helicobacter pylori infiziert. Der Keim gilt als eine der Hauptursachen von Magengeschwüren und -krebs. 20 Gramm Alkohol stecken in 0,4 Liter Bier oder 0,2 Liter Wein.
  • Naschen Sie Lakritze. Die Uni Kiel fand heraus, dass darin enthaltene Glycyrrhizinsäure ebenfalls gegen Helicobacter pylori wirkt.
  • Beachten Sie Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmittelbestandteilen wie Lactose, Gluten oder Histamin. Menschen reagieren unterschiedlich auf diese Substanzen. Es ist falsch, Kopfschmerzen mit Aspirin zu übertünchen – registrieren Sie die lieber als Warnsignal. Verzichten Sie am besten ganz auf Nahrungsmittel, die Sie nicht vertragen.

*Todesfälle unter Männern in Deutschland 2007, absolut und anteilig; Quelle: Statistisches Bundesamt

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