Ess-Störung: Magersüchtige Männer leiden leise

Immer das Gefühl, zu dick zu sein
Kerle fressen ihre Probleme viel häufiger in sich rein bzw. raus als Frauen.

Ess-Störungen bei Männern sind häufiger, als Mediziner bisher angenommen haben. Eine Studie deckte den Grund für die hohe Dunkelziffer auf: Kerle suchen fast nie ärztliche Hilfe.

Bulimie oder Magersucht – Kerle fressen ihre Probleme viel häufiger in sich rein als Frauen. Das fand Dr. D. Blake Woodside aus Toronto, Kanada, in einer Studie heraus.

In der Untersuchung verglich er das Verhalten von 62 Männer mit Bulimie oder Magersuch mit dem von 212 essgestörten Frauen. Ergebnis: Beide Gruppen zeigen in weiten Teilen das gleiche Verhaltensmuster – außer wenn es darum geht, sich Hilfe für ihre Probleme zu suchen. Männer gehen – wie bei den meisten Problemen – viel später zum Arzt, als Frauen.

Woodsides Erklärungen für das Phänomen: Den Kerlen ist es entweder peinlich, wenn Sie an "Frauenkrankheiten" wie Magersucht oder Bulimie leiden, oder sie realisieren gar nicht, dass Sie ärztliche Hilfe benötigen.

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