Wache Sinne: Meditation schult Aufmerksamkeit

Meditieren beruhigt das Gehirn
Meditation bedeutet schlichtweg: volle Konzentration auf den eigenen Atem

Volle Konzentration, bitte! Wer regelmäßig Entspannungsübungen durchführt, kann seine Gedanken besser sammeln

Wer häufig meditiert, kann sich im Alltag offenbar besser konzentrieren. So lautet das Ergebnis einer amerikanischen Studie der Yale University Therapeutic Neuroscience Clinic. Demnach habe die gezielte Konzentration auf den Atem eine beruhigende Wirkung auf unser so genanntes "Default Mode Netzwerk", kurz auch DMN genannt. Dieser Teil unseres Gehirns ist für gedankliches Abschweifen und die Selbstbeobachtung zuständig. Läuft diese Hirnregion auf Hochtouren, fällt es schwerer, sich im Alltag zu konzentrieren. Dies wiederum führe unweigerlich zu Stress, so Studienautor Dr. Judson Brewer.

Durchgeführt wurde die Studie mit zwölf Personen, die mehr als 10.000 Stunden Meditations-Erfahrung vorweisen konnten sowie mit zwölf Meditations-Neulingen. Während den Übungen behielten die Forscher die Gehirn-Aktivitäten der Meditierenden im Blick und stellten fest, dass die erfahrenen Probanden eine deutlich geringere Aktivität im Default Mode Netzwerk aufwiesen als die Anfänger.

Die Forschungsergebnisse sind vor allem für diejenigen interessant, die unter ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), Schizophrenie oder Angsterkrankungen leiden. Denn die Wissenschaftler bestätigten die beruhigende Wirkung von Meditation auf den Teil des Gehirns, der für diese Störungen verantwortlich sei.

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