Büro-Organisation: Voller Schreibtisch macht krank

Voller Schreibtisch macht krank
Schreibtisch und Chef waren eine einzige Frust-Quelle für ihn

Übervolle Arbeitsplätze machen Millionen von Büroangestellten krank. Forscher stellen einfache Regeln zur Vermeidung vor

Überstunden, überquellende Schreibtische und schlechte Haltung führen zum Büro-Frust-Syndrom, wie Wissenschaftler vom NEC-Mitsubishi-Labor in einer groß angelegten Studie herausgefunden haben.

Über 2000 Angestellte wurden für die Studie befragt. 67 Prozent von ihnen gaben an, dass für sie der eigene Arbeitsplatz innerhalb von zwei Jahren noch wichtiger wurde. Aber über 40 Prozent waren wütend über zu viele Unterlagen und Kram auf dem Schreibtisch. Sie hätten aber keine Lust, etwas dagegen zu unternehmen. Und immerhin 35 Prozent der Befragten litten unter Rücken- oder Nackenschmerzen, obwohl sie wussten, dass sie falsch sitzen.

  • AUFSTELLEN: Richten Sie ihren Schreibtischs im Raum genau so aus, wie sie wollen
  • AUFRICHTEN: Passen Sie den Bürostuhl genau ihren Sitzbedürfnissen für einen ergonomischen Arbeitsplatz an
  • AUFHÖREN: Legen Sie regelmäßig Pausen ein und besuchen sie mit Kollegen oder dehnen Sie sich
  • AUFRÄUMEN: Organisieren Sie Ihren Schreibtisch und räumen Sie ihn auf
  • AUFNEHMEN: Stellen Sie Dinge auf den Tisch, die Sie an Ihr Leben außerhalb des Büros erinnern

Die Auswirkungen sind nicht neu – jeder Büroarbeiter hat schon mal am eigenen Leib erfahren, wie es ist, vergeblich nach Unterlagen zu suchen, oder sich nach stundenlanger Computerarbeit nur schwer wieder hinstellen zu können. Aber die Forscher liefern einfache Lösungsansätze: Regelmäßige Pausen und ein Schreibtisch, auf dem auch private Sachen stünden, könnte die Frust-Symptome verringern, sagen sie.

Zusammen mit der Firma Open Ergonomics haben die NEC-Forscher deshalb einen „Tisch-Tech-Guide“ entwickel: Fünf Methoden, mit denen man dem Büro-Frust-Syndrom vorbeugen kann und für eine bessere Atmosphäre am Arbeitsplatz sorgt.

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