Verkehrsstatistik: Mehr Autounfälle durch Zeitumstellung

Die Zeitumstellung macht Autofahrern zu schaffen und erhöht das Unfallrisiko
Veränderte Lichtverhältnisse am Morgen stören den Biorhythmus: Die Zeitumstellung macht Autofahrern zu schaffen

Deutsche Autofahrer verursachen im April mehr Unfälle. Grund: Die fehlende Stunde Nachtruhe begünstigt Sekundenschlaf

Ab Sonntag sollten Sie am Steuer besonders vorsichtig sein: In den Tagen nach der Zeitumstellung steigt die Zahl der Autounfälle erheblich an, so eine Auswertung des Auto Club Europa (ACE) der jährlich vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Unfallzahlen. Der Vergleich der Unfallzahlen im März und April der vergangenen fünf Jahre zeige, dass sich beispielsweise im April 2010 21 Prozent mehr Unfälle auf den deutschen Straßen ereigneten als im März. 2009 stieg die Rate demnach sogar um 29 Prozent an.

Verantwortlich dafür ist die Frühjahrsmüdigkeit, vermutet der ACE. Von Samstag auf Sonntag wird die Uhr von Winter- auf Sommerzeit um eine Stunde vorgestellt. Der Biorhythmus müsse sich erst daran gewöhnen. Hinzu komme, dass die wärmeren Temperaturen und die veränderten Lichtverhältnisse den Körper Kraft kosten. Mögliche Folge während dieser Umgewöhungsphase: Sekundenschlaf.

Auch beim Fahren in Waldgebieten sei besondere Vorsicht geboten. Durch die Zeitverschiebung fällt der Berufsverkehr wieder auf die Dämmerung, was vermehrt zu Wildunfällen führt, warnen die Experten.

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