Menschen sind bissig

Ein Fünftel aller Bisswunden fügen sich Menschen selbst zu. Häufigstes Ziel der Attacken: Ohrläppchen und Hals. Aber die meisten Wunden passieren nicht durch Vorsatz.

Wer denkt, dass die meisten Biss-Spuren auf menschlicher Haut von Hunden stammen, sollte noch andere bissige Säugetiere in seine Überlegungen aufnehmen: die Menschen selber. Knapp ein Fünftel aller Bisswunden fügen sich diese nämlich selber zu, sagt Karen Stierman von der Universität Texas in Galveston.

Die Medizinern fand bei der Untersuchung von 40 Patienten heraus, dass viele ihre Zähne entweder beim Sport oder beim Sex in ihr Gegenüber schlagen. Kopf und Hals sind die bevorzugten Ziele. Dabei unterscheidet Stierman zwischen Bisswunden, bei denen Ohren liebevoll bis auf die Knorpel freigeknabbert wurden und solchen, die in übertriebenem sportlichen Ehrgeiz entstanden. Über 93 Prozent der Gebissenen waren übrigens Männer mit einem durchschnittlichen Alter von 29 Jahren.

Bei jedem vierten Opfer entzündet sich die Bisswunde. Die Medizinerin rät, den Patienten Antibiotika ins Blut zu leiten, besonders, wenn die attackierten Stellen Kopf oder Hals sind.

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