Was gegen Allergien hilft: Methoden gegen Allergien

Bei vielen Allergikern zeigen traditionelle Medikamente keine beeindruckenden Erfolge

Professor Ludger Klimek vom Zentrum für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden erläutert die wichtigsten Behandlungsformen

Bei vielen Allergikern zeigen traditionelle Medikamente keine beeindruckenden Erfolge. Aber es gibt Methoden für die Bekämpfung von Allergien sowohl mit chemischen Mitteln als auch auf natürlichem Weg. Wenn die Haut juckt und die Nase läuft, ist eine Überreaktion des eigenen Immunsystems schuld. Auslöser sind Stoffe aus der Umwelt wie Pollen und Hausstaub, auf die der Körper allergisch reagiert. Zur Behandlung dieser leidigen Symptome gibt es verschiedene neue Methoden.

Das leidige Immunsystem:der Kampf gegen sich selbst

Medikamente: Neue Medikamente, speziell die so genannten Antihistaminika, bekämpfen Symptome wie Juckreiz und Niesanfall. Die neuen Pillen mit den Wirkstoffen Levoceterizin und Ebastin sind dabei noch spezifischer und wirken stärker als ihre Vorgänger, sagt Klimek, der sich speziell mit dem ersten Wirkstoff eingehend in einer großen Studie beschäftigt hat. Ein weiterer Vorteil: Sie machen nicht mehr müde wie das bei manchen der alten Histaminblocker der Fall war.

Natürliche Mittel: Unterstützung bei der Behandlung mit Antihistaminika bieten Stoffe aus der Natur. So mixt der Apotheker nach den Vorgaben des behandelnden Allergologen einen Tee zusammen aus verschiedenen Naturkräutern. Wer sich dazu noch die Nasenschleimhaut spült, kann womöglich auf die regelmäßige Einnahme chemischer Heuschnupfenmittel verzichten. "Allerdings muss der Allergologe dafür naturheilkundlich bewandert sein, denn diese Sorte Tees gibt es noch nicht als Fertigmischung," so Klimek.

Die Immuntherapie

Die Immuntherapie: "Die spannendste Alternative bei der Allergiebehandlung ist natürlich eine Therapie des Immunsystems," sagt Klimek. Die geht nämlich über die bloße Behandlung von Symptomen hinaus und kuriert die Ursachen. Die Immuntherapien kann das körpereigene Immunsystem gegen die Allergene, die allergieauslösenden Stoffe, "abhärten". Die Methode selbst ist nicht neu, aber der Behandlungsplan: Wer bisher davor zurückschreckte, über mehrere Jahre wöchentlich Spritzen vom Allergologen zu bekommen, kann sich auf die neue "Cluster-" oder "Rush-Therapie" freuen. Hier bekommt der Patient nämlich innerhalb von weniger als einer Woche mehrere Behandlungen und hat dann erst einmal für eine Weile Ruhe. Weitere Termine folgen jeweils im Abstand von ein bis zwei Monaten.

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