Mettbrötchen: Hackordnung – Mettbrötchen im Test

Mett auf Brot ist lecker, enthält aber viel Fett
Da möchte man doch gerne reinbeissen...

Mögen Sie gern Mett? Auf eine Brötchenhälfte geschmiert bekommen Sie es an jeder Ecke. Das Problem: Zerkleinertes rohes Fleisch ist besonders anfällig für Keime.

Laut Deutscher Hackfleischverordnung muss Mett täglich frisch zubereitet werden. Sonst drohen Salmonellen. Men’s Health wollte wissen, wie unbedenklich der Genuss von Mett ist, und nahm Stichproben. Am Testtag kauften wir morgens jeweils ein halbes Mettbrötchen an fünf unterschiedlichen Verkaufsstellen und brachten die Proben ins Institut für naturwissenschaftlich-technische Dienste (Natec). Am Nachmittag zogen wir Parallelproben, um mögliche Unterschiede hinsichtlich der Tageszeit feststellen zu können.

Bäckerei
In einer Probe fand sich eine erhöhte Anzahl an Eitererregern (so genannte Staphylokokken) – gefährlich, wenn das Brötchen bis zum Verzehr vier Stunden ungekühlt liegt.

Fleischerei
Auch hier wies das Labor Staphylokokken nach – jedoch in einer Menge (70 pro g), die nach der Hackfleischverordnung in den Toleranzbereich fällt (100 pro g).

Bahnhof
Die Probe mit der geringsten Keimbelastung. Aus gutem Grund: Die Brötchen lagen in einer gekühlten Auslage, der Verkäufer fasste sie mit einer Zange an, der Abverkauf war hoch.

Tankstelle
Probe mit der höchsten Keimzahl, unter anderem fanden sich auch Krankheitserreger – allerdings in einer Menge, die vom Bundesgesundheitsamt als noch unbedenklich eingestuft wird.

Kiosk
Wie bei der Probe vom Bahnhof gab es auch hier nichts zu beanstanden. Möglicher Grund: Jedes Mettbrötchen wurde für den Kunden frisch geschmiert, das Mett stand bis dahin im Kühlschrank.

Fazit: Nirgends fanden sich Salmonellen. Auch die Keimbelastung war nicht so hoch, dass sie die Gesundheit gefährdet. "Aber", so Natec-Biologin Regina Zschaler, "je wärmer es wird, desto schneller vermehren sich die Keime." Mett also immer gekühlt halten, besonders im Sommer.

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