Futter für Nerven und Gesundheit: Mineralien & sekundäre Pflanzenstoffe

Mineralien und Spurenelemente braucht ein starker Körper
Nüsse enthalten viel Magnesium

Auf die kleinen Mineralien und Pflanzenstoffe kommt es an, ob der Körper sich stark fühlt oder nicht

6. MINERALSTOFFE
Ohne Mineralstoffe würden Sie trotz Wasseraufnahme austrocknen. Denn sie speichern Wasser im Körper und übernehmen – ähnlich wie die Vitamine – Schlüsselpositionen beim Stoffwechsel. Auch hier gibt’s zwei Gruppen: Mengenelemente kommen im Organismus in einer höheren Konzentration vor als Spurenelemente. Zu den Mengenelementen zählen Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium.
Eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Weiterleitung von Erregungen in Nervenzellen spielt Natrium. Ohne diesen Mineralstoff gäbe es keine Muskelbewegungen und kein Schmerzempfinden. Als Natrium-Quelle dienen in erster Linie Kochsalz und damit angereicherte Lebensmittel wie Salzheringe und -gurken, Oliven, Fleisch- und Gemüsebrühe sowie geräucherter Schinken, Kasseler und Salami. Übertreiben Sie’s aber nicht mit dem Salz, sonst zieht sich die Wandmuskulatur der Gefäße zusammen – Bluthochdruck droht!

Auch auf Kalium stehen Nerven und Muskeln. Essen Sie also Vollkornprodukte, Nüsse, Kartoffeln, Trockenobst und Bananen. Wichtigster Baustein für Knochen und Zähne ist Calcium (steckt vor allem in Milch und Milchprodukten). Magnesium ist das Anti-Stress-Mineral. Es wirkt beruhigend auf Nerven und Muskeln, hilft aber auch bei Kopfschmerzen und Krämpfen und steckt in grünen Blattpflanzen, Getreide, Nüssen und Sojabohnen. "Wichtig ist, Calcium und Magnesium im Verhältnis 2:1 aufzunehmen", so Experte Wagner. Denn: Zu viel Calcium hemmt die Verwertung des Magnesiums – und umgekehrt.

Fleisch enthält viel Eisen

Fleisch enthält Eisen, Zink und Selen

Zu den Spurenelementen gehören Eisen, Chrom, Jod, Kobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Zink und Selen sowie Nickel, Silicium, Zinn und Fluor. Sie sind im Körper fast so rar wie Erdöl in Mitteleuropa, die Gesamtmenge beläuft sich auf ganze 10 Gramm. Und sie sind mindestens so wertvoll wie schwarzes Gold: Ohne Spurenelemente könnten Sie nicht hören, riechen, schmecken und wachsen. Grund: Der Organismus baut sie in Enzyme ein, die an wichtigen Körperfunktionen mitwirken. Sie sind auch an der Blutbildung, dem Aufbau des Immunsystems, der Produktion von Hormonen und der Ausscheidung von Giftstoffen beteiligt. Eine ausreichende Zufuhr mit Eisen, Zink und Selen erreichen Sie, wenn Sie hin und wieder Fleisch, Innereien, Haferflocken oder Hülsenfrüchte auf den Speiseplan setzen. Fluor bekommen Sie am besten über Fisch, und Silicium steckt in Bier, auch in alkoholfreiem – wenn das mal keine gute Nachricht ist! Die größte Mangel-Gefahr besteht bei Jod. "Mit jedem Liter Schweiß gehen 10 Milligramm Jod verloren", so Wagner. Um diesen Verlust auszugleichen, essen Sie am besten 2-mal in der Woche Fisch und verwenden beim Kochen jodiertes Speisesalz.

Senf ist lecker und gesund

Senf enthält wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe

7. SEKUNDÄRE PFLANZENSTOFFE
BESCHÜTZER VOR KRANKHEITEN

30 000 verschiedene Pflanzenstoffe sind bekannt. Experten schätzen aber, dass es bis zu 100 000 gibt. Pflanzen produzieren die Stoffe unter anderem, um sich vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Doch auch für den Menschen sind einige davon nicht ohne: Sie bekämpfen Bakterien, Viren und Pilze, senken den Cholesterin- und den Blutzuckerspiegel,
wirken entzündungshemmend, stärken die Immunabwehr des Körpers und senken möglicherweise das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. "Sie besitzen eine stark antioxidative Wirkung. Dadurch stehen sie im Ruf, Angriffe von Sauerstoff-Radikalen auf Zellen und daraus resultierende Schäden abwehren zu können", sagt Ernährungswissenschaftler Worm. Noch ein Grund also, viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide zu essen. Sie alle enthalten nämlich ganz besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe, beispielsweise Carotinoide und Glucosinolate.

Der bekannteste Vertreter der Carotinoide ist Betacarotin, das in Möhren sowie in gelbem und orangefarbenem Obst und Gemüse zu finden ist. Andere Arten von Carotinoiden stecken in Spinat und Grünkohl. Glucosinolate sorgen in Senf, Meerrettich und Kresse für den scharfen Geschmack. Zudem stecken sie in vielen Kohlsorten. Sie sind sehr hitzeempfindlich und gehen während des Garens zu einem Großteil verloren. Der Verlust liegt je nach Garverfahren bei 35 bis 60 Prozent – heißt für Sie: ab und zu Rohkost mümmeln.

Sie sehen, es gibt viel zu essen – holen Sie es sich auf den Teller! Alles ist erlaubt, aber auf die richtige Mischung kommt es dabei an. Wenn Sie sich an unsere Empfehlungen halten, müssen Sie nie hungern, auch nicht beim Abnehmen – und dennoch ist Ihr Körper jederzeit rundum mit Nährstoffen versorgt.

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