Kein Freund fürs Leben: Mit dem Chef nicht zu vertraulich werden

Büroatmosphäre
Der Boss: kein Freund fürs Leben

Schmeißen Sie sich nicht zu sehr ran – schließlich suchen Sie in Ihrem Boss keinen Freund fürs Leben

Sie haben alle Anweisungen genau befolgt, Ihr Chef frisst Ihnen scheinbar aus der Hand. Woran merken Sie nun, dass der Zauber wirkt? „Ein gut geführter Chef ist derjenige, der die Spielregeln bewusst mitspielt: Er weiß, dass seine Mitarbeiter auf ihn Einfluss nehmen und akzeptiert das“, erklärt Herzlieb. „Er lässt sich allerdings nicht in Richtungen drängen, die entgegen vereinbarter Ziele laufen. Und er macht seinen Mitarbeitern immer wieder Mut, ihre Meinung zu sagen – auch oder gerade wenn sie konträr zu seiner eigenen ist. Wenn er nein sagt, dann begründet er das auch.“

Aber erwarten Sie keine Wunder. „Selbstverständlich hat jeder Einfluss Grenzen“, sagt der Fachmann. „Wenn es um fest verwurzelte Verhaltensweisen und Überzeugungen Ihres Chefs geht, dann sind diese unüberwindbar.“ Der andere Aspekt ist die Geschwindigkeit von Veränderungen. Einfluss auf Vorgesetzte wird dann von Erfolg gekrönt, wenn man Augenmaß behält und versucht, kontinuierlich kleine Schritte zu machen. Übertreiben Sie es also nicht! Schmeißen Sie sich nicht zu sehr an Ihren Chef heran, schließlich suchen Sie keinen Freund fürs Leben.

Die Position, die Sie wollen, ist die des ersten Kollegen, den Ihr Chef um Rat fragt, wenn er sich nicht zwischen A und B entscheiden kann. Er wird Sie bald fragen, zunächst nur, um Sie zu testen. Seien Sie also wachsam – und auf alle Themen vorbereitet!

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