Altersforschung: Mit Muttermalen jung bleiben?

Viele Muttermalen verzögern den Altersprozess
Viele Muttermalen verzögern den Altersprozess

Viele Muttermale erhöhen zwar das Hautkrebsrisiko, gleichzeitig sind Sie ein Anzeichen für langsameres Altern

Je mehr Muttermale, desto größer offenbar die Lebenserwartung. Diese auf den ersten Blick eher irritierende Erkenntnis hat auch die Wissenschaftler des King's College in London verwundert. Denn normalerweise erhöht sich mit der Anzahl der Muttermale das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Der Schlüssel liegt mal wieder in den Genen. Denn in einer Studie fanden die Forscher bei den Testpersonen mit mehr als 100 Leberflecken auf dem Körper eine DNA mit verlängerten Telomeren. Das sind Anhängsel am Erbgut, die verhindern, dass die DNA-Stränge ausfransen oder miteinander "verkleben". Gleichzeitig sind Telomere ein Anzeichen dafür, wie schnell manche Organe wie das Herz, Knochen, Muskeln und Arterien altern.

Für zwei Muttermal-Gruppen (weniger als 25 und mehr als 100) machten die Wissenschaftler einen Alterungsunterschied von drei bis sieben Jahren aus. Ein durchschnittlicher Mensch weißer Hautfarbe besitzt etwa 30 Muttermale, einige können aber bis zu 400 aufweisen.

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