Herzkreislauf-Krankheiten: Mit ungesättigten Fetten Infarkt vermeiden

Ungesättigte Fette, wie sie zum Beispiel in Öl vorkommen, sind gute Fette
Ungesättigte Fette, wie sie zum Beispiel in pflanzlichem Öl vorkommen, gelten als gute Fette

Mehr ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung können das Herzinfarkt-Risiko deutlich senken

Das Herzinfarkt-Risiko lässt sich mit einer einfachen Ernährungsumstellung von gesättigten auf mehrfach ungesättigte Fettsäuren um durchschnittlich 19 Prozent senken, so Forscher der Harvard School of Public Health. Dariush Mozaffarian, Hauptautor der Studie: "Pro 5 Prozent mehr ungesättigten Fettsäuren sinkt das Risiko für Herzkrankheiten um 10 Prozent."

Vor allem Fisch, viele Nüsse und pflanzliche Öle enthalten hohe Anteile ungesättigter Fettsäuren. Gesättigte Fette findet man vermehrt in Fleisch und Butter. Der perfekte Ersatz für gesättigte Fette seien mehrfach-ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen, so die Autoren. "Das ist eine wichtige Erkenntnis für Diät-Richtlinien." Erwachsene nehmen etwa 10 Prozent ihres täglichen Energiebedarfs jeweils aus gesättigten und mehrfach-ungesättigten Fettsäuren auf. Die Ergebnisse der Studie ließen aber darauf schließen, dass 10 Prozent ungesättigte Fette zu wenig seien. Die Teilnehmer, die ihr Risiko für Herzkrankheiten messbar minimierten, nahmen bis zu 15 Prozent ihrer Energie aus ungesättigten Fetten auf, so Mozaffarian.

Für ihre Metastudie werteten die Forscher acht Studien mit mehr als 13.000 Teilnehmern aus. Die Ergebnisse wurden im PLoS Medicine Journal veröffentlicht.

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