Rauchen: Mit Zigaretten sieben Jahre weniger auf Lebenskonto

Enzymkiller Tabak
Nicht nur der Lunge, auch der Pumpe macht der Qualm zu schaffen

Raucher sterben – statistisch – bereits mit 69 statt mit 76 +++ Nur eine Zigarette in der Kindheit vervielfacht Suchtrisiko

Raucher sterben im Schnitt sieben Jahre früher als Nichtraucher, also schon mit 69 statt mit 76. Laut Statistischem Bundesamt ist Lungenkrebs mittlerweile auf Platz vier der häufigsten Todesursachen in Deutschland und Nummer 1 bei den krebsbedingten. Allein 2004 starben 40 000 Menschen an Bronchialkarzinomen – Tendenz steigend. Dazu kommen geschätzte 3300 Tote durch Passivrauchen. An Krebsgeschwüren in der Mundhöhle erkranken mehr als 10 000 Menschen im Jahr – allein in Deutschland.

Ursache für diese enormen Zahlen ist, dass beinahe ein Drittel aller Deutschen raucht, so das Bundesamt zum Weltnichtrauchertag. Dabei könnte der Grundstein für die Sucht bereits in frühster Jugend gelegt werden. Denn nach Erkenntnissen einer britischen Wissensschaftlerin verdoppelt sich das spätere Suchtrisiko, wenn ein Mensch bereits als Jugendlicher auch nur eine Zigarette raucht.

In einer Studie mit 2000 befragten Teenagern fand Jennifer Fidler heraus, dass knapp ein Fünftel aller Kinder, die bereits mit elf Jahren eine Zigarette geraucht hatten, mit 14 später starke Raucher waren. Von den Elfjährigen, die nie geraucht hatten, wurden später nur sieben Prozent Raucher. Dabei sind andere Einflüsse wie rauchende Eltern, Geschlecht oder Verhaltensauffälligkeiten bereits herausgerechnet.

Seite 43 von 60

Sponsored SectionAnzeige