Hirnforschung: Mit Nickerchen effektiver Lernen

Lerneffekt: Gönnen Sie Ihrem Gehirn ein Nickerchen
Lernfortschritte werden durch einen Mittagsschlaf optimiert

Mit einem Nickerchen nach dem Büffeln prägen sich frisch gewonnene Informationen besser ins Gedächtnis ein

Wer täglich viel Neues lernen muss, sollte sich mittags etwas Schlaf gönnen. Grund: Eine Ruhephase hilft dem Gehirn, Erinnerungen besser zu speichern, so eine Studie der Universitäten Haifa und Montreal.

Das Team um Professor Avi Karni fand heraus, dass unser Gehirn bereits in einem 90 Minütigen Nickerchen so viel Gelerntes verarbeiten kann wie in einer sechs- bis achtstündigen Nachtruhe. Warum das so ist, können sich die Forscher aus Israel und Kanada allerdings noch nicht genau erklären.

In der Studie zeigte sich außerdem, dass vor allem Erinnerungen an gelernte Fähigkeiten durch den Schlaf tagsüber besser konserviert werden: Die Probanden sollten eine motorische Fingerübung lernen. Diejenigen, die zwischendurch schlafen durften, beherrschten die Übung am Abend besser als die Testpersonen ohne Mittagsschlaf.

Als Nebeneffekt entdeckten die Hirnforscher, dass Tagesschlaf das Gehirn weniger anfällig für Störungen macht. Demnach solle man das Nickerchen zwischen zwei unterschiedlichen Aufgaben einlegen, um seltener durcheinander zu kommen.

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