Kampfkunst-Kombi: Mixed Martial Arts – darum geht's

MMA-Fighter in Action
MMA-Fighter müssen ein hochkomplexes Training absolvieren. Endprodukt: Spitzensportler mit einer umfassenden Athletik

Bei Mixed Martial Arts handelt es sich um eine Kombination aus mehreren Kampfsportarten. Welche Tritte, Würfe und Würgetechniken beim MMA erlaubt sind, verraten wir Ihnen hier

Die Idee der Kampfkunst-Kombi MMA stammt aus der Antike. Damals traten Boxer und Ringer im Pankration (Allkampf) gegeneinander an, um den König der Kämpfer zu ermitteln. Direkte Vorläufer des heutigen MMA waren Ende des 20. Jahrhunderts das brasilianische Vale Tudo (zu Deutsch: alles geht) sowie die US-amerikanischen Free-Fight-Events. Auch da wendeten die Kämpfer in brutalen Fights verschiedene Kampfstile an – alles ohne Zeitbegrenzung und Punktwertung. Sieger war, wer am Ende noch stand.

Der weltweite Hype entwickelte sich aber erst im Jahre 2000 mit der Organisation der UFC (Ultimate Fighting Championchip). Der Rahmen: Gewichtsklassen und klare Regeln, die bis heute bestehen. Dabei dürfen Techniken aus dem Boxen, Thai-Boxen, Karate, Jiu-Jitsu, Ringen, Judo, Luta Livre und Sambo eingesetzt werden. „Im Stand darf man schlagen und treten, dazu kommen Wurf-, Hebel- und Würgetechniken“, erklärt der Diplom-Sportwissenschaftler Mike Cüppers, Coach von 3 amtierenden Meistern der German MMA Championship (GMC) und Mitinhaber eines Kölner Trainingszentrums (www.combatclubcologne.de). Verboten sind Tritte und senkrechte Ellenbogenschläge im Bodenkampf sowie Attacken auf Hals, Augen und Schritt. „Der Reiz liegt in der Kombination der Kampfsportstile, wie beim Zehnkampf in der Leichtathletik“, sagt Cüppers. Deswegen müssen die Kämpfer auch ein hochkomplexes Training absolvieren.

Endprodukt: Spitzensportler mit einer umfassenden Athletik. In unserem Special hier zeigen wir Ihnen nun gemeinsam mit Meistertrainer Cüppers und den UFC-Stars Tom Watson und Alexander Gustafsson die 6 Elemente des MMA-Trainings vor. Exklusiver Bonus: Gustafssons Original-Trainingsplan. 

MMA-Profi: Tom
UFC-Star Tom Watson

Tom "Kong" Watson

Der MMA-Profi aus Southampton (England) tritt seit 2012 im Mittelgewicht der UFC an. Seine Bilanz: 16 Siege (davon 8 Knock-outs) und 7 Niederlagen. Als 16-Jähriger fing er mit Boxen an, als MMA-Fighter holte er in Großbritannien diverse Titel. Wem das noch keinen Respekt einflößt, dem sei gesagt, dass der 32-Jährige ausgebildeter Metzger ist.

MMA-Profi Alexander
2013 war Gustafsson "International Fighter of the Year"

Alexander „The Mauler" Gustafsson

Er lebt und trainiert in Stockholm. Von seinen 16 Siegen fuhr er 10 per Knockout ein. Niederlagen kassierte er erst 2. Bei den World-MMA-Awards wurde der 27-Jährige 2013 zum International Fighter of the Year gekürt. Kämpfe beginnt der Schwede vorzugsweise mit einem knallharten rechten Punch.

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