Starke Nerven: Moderater Stress macht glücklich

Moderater Stress macht glücklich
Stress kann die Gesundheit fördern

Wer in seinem Leben nie Belastungen und Missgeschicken ausgesetzt war, ist genauso unzufrieden wie total gestresste Menschen

Zu wenig Stress im Job ist offenbar genauso schädlich wie zu viel. Die glücklichsten und gesündesten Menschen sind diejenigen, die in ihrem Leben bereits hohe Arbeitsbelastungen und Rückschläge kennengelernt haben, so eine US-Studie der Universität von Buffalo, New York.

Die Wissenschaftler befragten 2 Jahre lang regelmäßig rund 2000 Erwachsene zu unterschiedlichen Ereignissen in ihrem Leben, wie beispielsweise Krankheit, Scheidung der Eltern, Tod eines Familienmitglieds oder sexueller Missbrauch. Weitere Kriterien: der aktuelle Stresslevel, die Arbeits- und Beziehungssituation und die generelle Zufriedenheit.

Ergebnis: Je stressiger und traumatischer die Erfahrungen, desto schlechter der Gesundheitszustand, so die Forscher. Demnach war auch die allgemeine Zufriedenheit sehr niedrig. Allerdings waren die Ergebnisse von Personen, die zuvor unter wenig oder gar keinem Stress litten und nie negative Erfahrungen machen mussten, ähnlich, fanden die Wissenschaftler heraus.

Ein Gehirn ist wie ein Muskel, erklärt Studienautor Mark Seery. Es kräftige sich durch beständigen Einfluss von mäßigem Stress. Gefährlich sei aber großer, unkontrollierbarer Stress, der den Menschen unvorbereitet trifft. Ohne regelmäßiges "Stress-Training" verkümmert das Gehirn und ist dann bei der kleinsten Anstrengung überfordert, so Seery.

Sponsored SectionAnzeige