Mücken: Nie wieder lästige Stecher!

0700 Mückenstiche
Er betörte die Mücken mit seinem neuen Duft

Kaum liegt man mit der Liebsten auf der Terrasse, schlagen die Biester zu. So schlagen Sie zurück.

Warum die Biester stechen
Während sich die Männchen an Nektar laben, gehen einem die Weibchen unter die Haut. Für die Entwicklung ihrer Eier benötigen sie Blut und stechen aus mütterlichem Instinkt erbarmungslos zu - besonders eifrig zwischen Abenddämmerung und Morgengrauen, an feuchtwarmen Tagen schon nachmittags. Dazu benutzen sie keinen Stachel, sondern eine Art Saugrüssel, der kein Gift enthält. Im Speichel, der dabei übertragen wird, stecken jedoch Proteine, die beim Menschen eine Allergie auslösen können.

Warum es nur manchmal juckt
"Die Mückenstichreaktionen können in fünf Stadien eingeteilt werden", erklärt Dr. Toni Huwyler, Arzt für Dermatologie und Allergologie im schweizerischen Wohlen.

  • Der erste Stich bleibt ohne Folgen.

  • Im Stadium zwei tritt nur eine Spätreaktion auf: eine juckende Papel, sechs bis zwölf Stunden nach dem Stich.

  • In Stadium drei juckt es sofort, aber auch noch nach einigen Stunden. Einstichstellen, die eine Woche zurückliegen, können durch frische Stiche reaktiviert werden.

  • In Stadium vier gibt's nur noch Sofortreaktionen, es juckt nach spätestens zehn Minuten.

  • Nur wer längere Zeit "mückenexponiert" war, gelangt ins Stadium fünf: keine allergische Reaktion mehr, keine Symptome. Daher kratzen auf Safaris nur Touristen, nie Einheimische an Bläschen und Quaddeln.

  • Wichtig:
  • "Jeder Mensch befindet sich bei verschiedenen Mückenarten in unterschiedlichen allergologischen Stadien." Also: Auch wenn man zu Hause immun ist, kann ein Stich beim Landausflug Juck-Attacken auslösen.
    Wie man sie bekämpfen kann
  • Alternativ zur Jagd mit der Fliegenklatsche gibt es Insekten-Abwehrmittel (Repellents). Das Tropeninstitut Basel hat die gängigsten Produkte getestet.
  • Klarer Sieger ist der Klassiker "Autan Active". Acht Stunden lang hält die Chemie Blutsauger in Schach.

  • Als bestes Bioprodukt wirkt das "Zanzarin Bio-Hautschutz-Öl" fünf Stunden lang.

  • Für draußen eignen sich auch natürliche Repellent-Duftstoffe wie Citronella in Öllampen und Kerzen (wirken nur, so lange sie brennen).

  • Die Wirkung von akustischen Abwehrmitteln, die mit ultrahohen Frequenzen den Mücken tierisch auf die Nerven gehen sollen, ist umstritten.

  • Gefährlich: elektrische Kriegsführung. Werden angelockte Mücken durch Spannung getötet, explodieren sie – und mit ihnen Millionen Bakterien, die es sich auf dem Insekt gemütlich gemacht haben. Die fliegen bis zu zwei Meter weit durch die Luft, können Infektionen auslösen, so das Ergebnis einer US-Studie der Kansas State University. Untersuchungsleiter Dr. James Urban: "Elektrofallen schaden mehr als sie nutzen."
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