Leistungssteigerung: Musik für den Sieg

Viele Profisportler nutzen den legalen Leistungssteigerer Musik
Den messbar größten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hat synchron eingesetzte Musik

Mehr Power mit den richtigen Songs: So wirkt Musik optimal für Ihr Training

Viele Profisportler nutzen den legalen Leistungssteigerer Musik. Langstreckenläufer Haile Gebrselassie beispielsweise hat sich im Gleichschritt mit dem Rhythmus des Songs „Scatman“ zu Weltrekorden gepusht.

Grundsätzlich lässt sich die Musik auf drei Arten einsetzen:

  1. abgestimmt im Rhythmus auf konkrete Bewegungsabfolgen, zum Beispiel Laufschritte (= synchron eingesetzte Musik)
  2. als Hintergrundmusik ohne Bezug zur ausgeübten Bewegung (= asynchron eingesetzte Musik)
  3. um besondere Gemütsverfassungen hervorzurufen (etwa anregend beim Warm-up oder beruhigend beim Cool-down).

Den messbar größten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hat synchron eingesetzte Musik. Dabei müssen Bewegungsabfolgen wie Laufschritt oder Gewichtstemmen exakt aufs Tempo der Musik abgestimmt sein. „Und zwar so, dass das Musiktempo immer einen Tick schneller ist – das gibt diesen Push-Effekt“, sagt Karageorghis. „Unsere Studien zeigen, dass die Leistungsfähigkeit beim Laufen bis zu 15 Prozent, beim Radfahren sogar um bis zu 20 Prozent steigt“, ergänzt der Sportpsychologe. Musik wirkt direkt auf den Stoffwechsel: „Mittels synchron eingesetzter Musik verbraucht der Körper bis zu sieben Prozent weniger Sauerstoff für dieselbe Leistung, er muss also auch weniger Energie einsetzen.“ Extra Benefit: Die Musik verbessert motorische Fähigkeiten, etwa eine gleich- bleibende Schrittfrequenz.

Ein Mix für mehr Kicks
Problem bei der Zusammenstellung synchronisierter Musik: Der Mix muss ganz individuell sein und passt auch immer nur auf eine Trainingseinheit. „In den allermeisten Fällen ist es praktikabler, Musik asynchron, unabhängig vom Bewegungstempo, einzusetzen“, sagt Karageorghis. So profitieren auch mehrere Menschen von einer Musik, etwa als Hintergrundmusik in einem Fitness-Studio. „Asynchron eingesetzte Musik wirkt über Motivation: Ihre Stimmung steigt, Sie sind eher bereit, aktiv zu sein. Und Sie fühlen sich bei derselben Anstrengung weniger ermüdet.“

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