Stimmungsmacher: Musizieren gegen Depressionen

Musik habe einen starken Einfluss auf die menschliche Psyche
Gitarre spielen sorgt für gute Laune und kann auch gegen Depressionen helfen

Selbst Musik zu machen, hilft besser gegen schlechte Stimmung als herkömmliche Antidepressiva

Schlagzeug oder Gitarre spielen hilft offenbar gegen Depressionen. Musiktherapie funktioniert sogar besser als herkömmliche Antidepressiva, so eine finnische Studie. Der Grund: Musik habe einen starken Einfluss auf die menschliche Psyche. Wer lernt ein Instrument zu spielen, lernt auch seine Emotionen zu konfrontieren – und zwar ohne darüber sprechen zu müssen, erklärt Studienleiter Jaakko Erkkilä von der Universität in Jyväskylä. Das hebe auch die Stimmung.

Ein Instrument zu spielen verbessere zudem das Gehör und die Fähigkeit Sprachen zu lernen. Auch dem Erinnerungsvermögen hilft es auf die Sprünge, so die Forscher.

Die Forscher hatten Menschen, die an Depressionen leiden, mit Musiktherapie behandelt. Sie setzten dabei afrikanische Trommeln oder digitale Schlaginstrumente ein. Ergebnis: Bereits nach drei Monaten zeigten die Patienten deutlich weniger Depressionen und Angstsyndrome, berichtet Erkkilä. Bei einem von vier Patienten schlug die Therapie demnach an. Bei Patienten, die mit herkömmlichen Antidepressiva behandelt wurden, gab es hingegen bei nur ungefähr jedem Achten Erfolge zu vermelden, so die Wissenschaftler.

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