Strand-Workout: Muskeln wie ein Windsurfer

Windsurf-Profi Florian Jung erklärt, wie er sich fit hält
Windsurfer Florian Jung ist stets auf der Suche nach einer steifen Brise

Philip Köster ist als erster Deutscher seit 1976 Weltmeister auf dem Brett geworden – mit 17 Jahren. Sein Kollege, Windsurf-Profi Florian Jung, erklärt Ihnen, wie sich ein Windsurfer fit hält. Mit seinem Workout machen auch Sie eine gute Figur

Heute Kampen, morgen Kapstadt, übermorgen Kauai: Windsurfer Florian Jung ist stets unterwegs, immer auf der Suche nach einer steifen Brise. Beim Fotoshooting auf Sylt wehte allerdings nur ein laues Lüftchen. Für die Sturm-Optik mussten wir mit einer Windmaschine nachhelfen.

Sprünge und Salti sind seine Spezialität
Florian Jung ist einer der wenigen deutschen Windsurfer, die von ihrem Sport leben können. Er gehört zu den besten Freestyle- und Wave-Windsurfern weltweit. Anders als bei olympischen Windsurf-Wettkämpfen geht es bei diesen Disziplinen nicht darum, festgelegte Distanzen auszufahren. Jung muss mit seinem Surfbrett keine langen Strecken zurücklegen oder möglichst schnell fahren, sondern Sprünge und Salti absolvieren, die dann von Kampfrichtern bewertet werden.

Ohne starken Rumpf keine großen Sprünge
"Die Sprung- und Drehelemente, die ich mache, erfordern vor allem Schnell- und Maximalkraft, um bei starkem Wind und der enormen Kraft der Brandungswellen Sprünge und Moves optimal auszuführen", erklärt Jung. "Dazu brauche ich in erster Linie eine gute Rumpfmuskulatur – die hält mich stundenlang auf dem Brett und ist die Kraftquelle für große Sprünge und Loops. Besonders wir Freestyler leben von dieser starken Körpermitte, denn nur damit kann ich die harten Schläge und Landungen auf dem Wasser gut wegstecken."

"Auch wenn Sie’s nicht glauben: Der Bauch ist eigentlich meine Schwachstelle, da beim Windsurfen wird vor allem der untere Rücken mittrainiert wird. Um muskuläre Dysbalancen auszugleichen, mache ich gezieltes Bauchtraining", sagt Jung, der sich über ein fehlendes Sixpack nicht beklagen kann. Weil die Lendenwirbelsäule auf dem Brett stetig unter Hochdruck arbeiten muss, empfiehlt er Einsteigern, stets darauf zu achten, dass sie nicht ins Hohlkreuz fallen.

Interview mit Windsurf-Profi Florian Jung
Interview mit Windsurf-Profi Florian Jung
Florian Jung trotzt Wind und Wetter
Jung: "Auch wenn Sie’s nicht glauben: Der Bauch ist eigentlich meine Schwachstelle."

Im stabilen Stand den Wellen trotzen
Ein weiterer wichtiger Trainingsbereich für Windsurfer: die Stabilisation der Fußgelenke. Wer selbst einmal auf einem Surfbrett gestanden hat, der weiß, wie viel Ausgleichsarbeit die Füße leisten müssen. Für Jung ist dieses so genannte Stabi-Training auch präventiv von Bedeutung, denn das Verletzungsrisiko beim Windsurfen ist verhältnismäßig hoch.

Mit Ball und Bändern zum Beachbody
Jungs Equipment besteht lediglich aus einem Swiss Ball und diversen Dehnbändern. Gelegentlich stemmt er auch das Surfbrett in die Höhe oder greift, wie in der Übung oben, zum Mast, um sich damit zu kräftigen. "Gerade den Swiss Ball schätze ich als vielseitiges Trainingsgerät, denn damit kann ich alle Muskelgruppen ansprechen und sowohl Kraft- als auch Stabilisationstraining machen", erklärt der Windsurfer, der erst mit 14 Jahren das erste Mal auf einem Brett stand.

Wenn Sie unser Ganzkörper-Workout ab sofort dreimal in der Woche absolvieren, sehen Sie vielleicht bald auch so aus wie unser Surfprofi:

Hier geht’s zum Strand-Workout für Einsteiger – inklusive Videoanleitung

Hier geht’s zum Strand-Workout für Fortgeschrittene – inklusive Videoanleitung

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