Muskelverletzungen und Muskelprobleme: Muskelzerrung und Muskelfaserriss

Zerrung am Oberschenkel: bei Fußballern Klassiker der Verletzungen
Zerrung am Oberschenkel: bei Fußballern Klassiker der Verletzungen

Die Zerrung ist Vorstufe zum Faserriss. Wird sie nicht auskuriert, neigt sie dazu, immer wieder aufzutreten

Eine Zerrung oder ein Riss kann grundsätzlich alle Muskeln oder Bänder betreffen. Besonders gefährdet sind aber die Muskeln an Rück- und Innenseite der Beine. Oft ist es eine plötzliche, ruckartige Belastung, die zu einer abrupten Überdehnung des Muskels führt. Seine Elastizitätsgrenze wird überschritten und Muskelfasern reißen, es kommt selbst bei kleineren Zerrungen zum Blutaustritt.

Die Zerrung ist Vorstufe bzw. Durchgangsstadium zum Faserriss. Erst reißen nur wenige Muskelfasern, dann eine größere Anzahl und schließlich Muskelfaserbündel oder auch ganze Muskeln. Werden Zerrungen nicht auskuriert, neigen sie dazu, immer wieder an der gleichen Stelle aufzutreten.

Symptome: Heftige Schmerzen schießen nach einer plötzlichen schnellkräftigen Bewegung in den betroffenen Muskel. Es kann zu einer Schwellung kommen. Abhängig von der Schwere der Verletzung sind Kraft- und Dehnfähigkeit des Muskels eingeschränkt.

Ursachen: Überdehnungen und Einrisse treten zumeist bei hoher Schnellkraftbelastung der Muskulatur auf, zum Beispiel bei Sprint und Sprung, aber auch bei Sturz. Das Risiko steigt bei mangelnder Erwärmung der Muskulatur oder nach Ermüdung. Sehr oft betroffen sind Muskeln, die zwei Gelenke überspannen.

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