Fitness-Uni: Muss ich jedes Training voll durchplanen?

Stephan Geisler lehrt an der IST-Hochschule in Düsseldorf. Bei uns beantwortet der Sportwissenschaftler Ihre Fragen zum Krafttraining, diesmal zum Thema mentale Tricks beim Krafttraining
Frage von Christo Fröster (Kiel), per Mail

Stephan Geisler lehrt an der IST-Hochschule in Düsseldorf. Bei uns beantwortet der Sportwissenschaftler Ihre Fragen zum Krafttraining, diesmal zum Thema mentale Tricks beim Krafttraining

Planung ist im Krafttraining ein wichtiger Faktor. Dabei gibt es zwei gegensätzliche Tendenzen. Einige Trainierende planen jede Trainingseinheit detailliert durch. Andere möchten sich Abwechslung und Flexibilität erhalten. Wer plant, sollte sein Training periodisieren – am besten in folgenden Zeiteinheiten: Mikrozyklus (einzelne Trainingseinheit oder Trainingswoche), Mesozyklus (mehrwöchige Zeitspanne) und Makrozyklus (mehrere, nacheinander folgende Mesozyklen). Der Vorteil dieser Methode: Sie können genau messen, welche Erfolge Sie in einem bestimmten Zyklus verzeichnen.

Spontanität hingegen finden Sie im sogenannten undulierenden Training. Heißt: Sie variieren Ihr Workout von Einheit zu Einheit. Auch mit dieser Methode, so zeigen diverse Studien, können Sie Muskeln aufbauen. Welches Training unterm Strich den größeren Muskelaufbau-Effekt bietet, kann die aktuelle Studienlage leider (noch) nicht beantworten. Mein Tipp: Probieren Sie aus, welche Philosophie für Sie besser funktioniert.

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