Knieprobleme: Muss ich mein Lauftraining einschränken?

Frage: Bei mir wurde ein Knorpelschaden im Knie festgestellt, den ich mir durch das Lauftraining zugezogen habe. Ich bin aber ein leidenschaftlicher Jogger. Was kann ich tun?
Thomas G., Essen
Kleine Verletzungen können Sie leicht selber behandeln
Immerhin: Es gibt gute Alternativen zum Lauftraining wie Radfahren oder Schwimmen

Unsere Antwort:

Richtiges Lauftraining ist grundsätzlich nicht schädlich für die Gelenke. Allerdings gilt das, wie so oft im Leben, mit Einschränkungen. "Sollten Achsfehlstellungen an Hüften, Beinen oder Füßen vorliegen oder ein erhebliches Übergewicht bestehen, kann das Lauftraining zu Schäden an den Gelenken führen. Gleiches gilt bei ungeeignetem Schuhwerk", erklärt Dr. Martin Engelhardt, Orthopäde aus München. Trifft einer der Risikofaktoren auf Sie zu, sollten Sie vernünftigerweise nicht mehr joggen, denn das würde Ihre Knieprobleme nur verschlimmern.

Es gibt jedoch viele Alternativen zum Lauftraining, die Sie trotz Knorpelschäden ausüben können. "Als besonders geeignet haben sich Sportarten wie Radfahren, Kraul- oder Rückenschwimmen und bestimmte Formen des Muskeltrainings im Rahmen eines allgemeinen athletischen Trainings erwiesen", sagt der Experte. Doch diese Entscheidung muss von Fall zu Fall getroffen werden, lassen Sie sich deshalb von Ihrem Orthopäden beraten.

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