Weniger Spermien: Muttis machen Männer unfruchtbar

Anzahl und Qualität der Spermien verschlechtert sich schon durch eine ungesunde Lebensweise der Mutter
Schlechte Qualität der Spermien durch eine einst ungesunde Lebensweise der werdenden Mutter

Etwa jeder fünfte Mann besitzt nicht die nötige Spermienzahl zur Fortpflanzung. Schuld ist oftmals die falsche Lebensweise der werdenden Mutter

Eine verminderte Fruchtbarkeit wird Männern offenbar schon vor Ihrer Geburt mit auf den Weg ins Leben gegeben – oft von ihren eigenen Müttern. Denn wenn schlechter Samen die Zeugungsfähigkeit einschränkt, liegt die Ursache dafür oft bei einst ungesund lebenden schwangeren Müttern, so eine Studie der Universität von Rochester im US-Bundesstaat New York. Essen schwangere Frauen beispielsweise mehr als sieben Rindfleischportionen pro Woche, gebären sie mit einer drei Mal höheren Wahrscheinlichkeit einen vermindert zeugungsfähigen Sohn. Auch Tabakrauch wirkt sich negativ aus: Eine während der Schwangerschaft rauchende Mutter senkt die Zahl der Spermien ihres Sohnes später um 40 Prozent. Zum Vergleich: Ein erwachsener Mann reduziert seine Spermienzahl durch Rauchen um "nur" 15 Prozent. Auch Übergewicht schränkt die Zeugungsfähigkeit ein. Denn Fettgewebe fördert die Produktion von weiblichen Hormonen, die wiederum die Spermienproduktion senken.

Etwa jeder fünfte Mann besitzt weniger als 20 Millionen Samenzellen pro Milliliter Ejakulat. Diese Quote wird von der Weltgesundheitsbehörde WHO als Mindestanzahl für die Fortpflanzungsfähigkeit angesehen. Auch die Qualität der Spermien entspricht selten den Anforderungen: Nur 30 Prozent der Samen sind ausreichend zeugungsfähig.

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