Computerspiele: Nachts spielen macht depressiv

Wer nachts lange spielt, ist tagsüber müde
Wer die Nächte durchspielt, der ist am nächsten Tag nicht nur müde, sondern riskiert auch noch Depressionen

Wer regelmäßig nachts in virtuelle Welten abtaucht, der riskiert Depressionen

Die Nächte durch zu zocken macht offenbar depressiv, so eine Studie aus Basel. Psychologen der Basler Universität untersuchten, wie sich die Dauer und der Zeitpunkt des Spielens von Online-Spielen auf die psychische Gesundheit auswirkt. Ergebnis: Wer fünf bis sieben Tage pro Woche zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens online Computer spielt, der hat ein deutlich höheres Risiko, an einer Depression zu erkranken.

Während der Zeitpunkt die Psyche prägnant beeinflusse, spiele die Spieldauer keine wichtige Rolle, so die Forscher weiter. Bei Spielern, die tagsüber viel Zeit in den Online-Spielewelten verbringen, konnten die Wissenschaftler keine verstärkte Depressionsneigung feststellen.

Der fehlende Schlaf könnte eine Möglichkeit für die vermehrten Depressions-Symptome sein, so die Psychologen im Fachmagazin Personality and Individual Differences. Denkbar wäre aber auch, dass Spieler bereits Symptome einer Depression aufweisen und deshalb nachts in virtuelle Welten flüchten.

Die Forscher befragten für ihre Studie über 600 Spieler zwischen 13 und 30 Jahren des Online-Rollenspiels World of Warcraft. Das Spiel spielen über elf Millionen Menschen, es ist für sein hohes Suchtpotential bekannt.

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