Glibberkram: Nasensekret

Glauben Sie es nicht: Hier entlarven wir Medizin-Mythen
Nasensekret, wir sagen jetzt nicht, wie er auch sonst noch genannt wird, fängt Erreger und kleine Partikel aus der Luft

Das Nasensekret wird von den Becherzellen in der Nasenschleimhaut produziert. Und zwar so viel, dass die Schleimhaut ganz bedeckt ist

Wozu ist es gut? Das klebrige Sekret fängt kleine Partikel und Erreger aus der Luft ein, die mit Hilfe von Flimmerhärchen in Richtung Rachen abtransportiert werden. Alle zwanzig Minuten erneuert sich die Schleimschicht.

Woraus besteht das Sekret? Zu 97 Prozent aus Wasser. Außerdem enthalten sind Salze und Muzin, ein Stoff, der aus Eiweiß-Zucker-Verbindungen besteht und das Schleimige am Nasensekret ausmacht.

Wie viel ist normal? Pro Tag wird ungefähr ein Liter Sekret gebildet, Richtung Rachen transportiert und unbemerkt geschluckt. Bei Schnupfen kann es deutlich mehr sein.

Wann läuft etwas schief? Färbt sich das Nasensekret grün oder gelb, dann sind Viren oder Bakterien im Spiel. Ursache dafür ist gewöhnlich ein Schnupfen oder eine Entzündung der Nasennebenhöhlen.

Wie optimiert man den Sekretfluss? Indem man seine Produktion nicht stört. Genau das tut aber jeder, der seine Nasenschleimhaut länger als sechs Wochen mit abschwellenden Nasensprays malträtiert. Die Wirkstoffe der meisten Sprays drosseln die Durchblutung der Schleimhaut, die darauf mit einer dauerhaften Schwellung reagiert. Man glaubt, die Nase sei chronisch verstopft, und greift erneut zum Spray – ein Teufelskreis.

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