Natürliche Scharfmacher: Johanniskraut und Ginkgo biloba

Männer sind "Oral-Muffel"
Da schnurrt sie wieder

Vergessen Sie Viagra. Es gibt eine Menge Kräuter und Pflanzen wie Ginkgo, die Ihr Sexleben mindestens genau so anregen

Johanniskraut: Johanniskraut ist eine der ältesten Arzneipflanzen, die schon seit mehr als 2000 Jahren verwendet wird. Eine Renaissance hat die gelbe Pflanze vor wenigen Jahren als wirksames Mittel bei der Behandlung von Depressionen und Angstzuständen erlebt. Was hat das mit gutem Sex zu tun? Hinter mangelndem sexuellen Interesse verbirgt sich häufig eine beginnende Depression. In solchen Fällen kann Johanniskraut nicht nur die allgemeine Stimmung heben, sondern auch die Flaute im Bett beseitigen. Wichtig ist dabei die regelmäßige Einnahme einer ausreichend hohen Dosis (täglich 600 bis 1000 Milligramm des Wirkstoffs Hypericin).
Nebenwirkungen: vor allem bei hellhäutigen Menschen erhöhte Lichtempfindlichkeit, gelegentlich Magenbeschwerden

Ginkgo biloba: Ginkgo, einer der am besten untersuchten pflanzlichen Wirkstoffe, entspannt die Arterien und verbessert dadurch die Durch­blutung aller Organe. Da auch die Erektion von einer optimalen Blutzufuhr abhängt, hilft Ginkgo vor allem bei Potenzstö­rungen, die durch eine schlechte Durchblutung verursacht werden. In einer deutschen Pilot-Studie hatten 50 Prozent der Männer innerhalb von sechs Monaten wieder normale Erektionen durch die Einnahme von nur 60 Milligramm Gingko-Extrakt täglich. Die Ergebnisse konnten in einer späteren Studie unter Placebo-Kontrolle aber nicht bestätigt werden. Bis zu 240 Milligramm Ginkgo pro Tag gelten als unbedenklich. Dennoch empfehlen Urologen, zunächst mit Dosen von 60 bis 80 Milligramm zu beginnen und bei Bedarf zu steigern. „In Japan werden die unreifen Ginkgo-Samen gegrillt und gelten als ein sehr gutes Aphrodisiakum für Männer. Sie sollen Kraft in den Unterleib bringen“, berichtet Dr. Rätsch. „Wer öffentlich Ginkgo-Samen isst, deutet damit an, dass er erotischen Abenteuern nicht abgeneigt ist.“
Nebenwirkungen:
Obwohl Gingko als relativ sicheres Me­dikament gilt, wurden in einer geringen Zahl von Fällen Komplikationen bei der gemeinsamen Einnahme von Aspirin und Ginkgo beobachtet. Selten können Bauch- oder Kopfschmerzen auftreten. Deshalb sollte Gingko nicht mit Aspirin oder anderen blutverdünnenden Mitteln verwendet werden.

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