Leitung dichtmachen: Nervenstränge blockieren

Herz: Es schlägt fast drei Millarden Mal im Leben
Wer sich den Truncus Sympaticus abklemmt, der dämpft Herzerregung

Impulse eines ganzen Strangs des autono­men Nervensystems einfach blockieren

An der Rück­seite der Brustwand liegt der Truncus Sympaticus, der bei einem in Schlüsselloch-Technik durchgeführten Ein­griff mit einer Titanklammer abgeklemmt wird. Die meisten Ne­ben­wirkungen sind erträglich: An Kopf und Armen ist es nicht nur mit dem Schwitzen vorbei, sondern auch mit Erröten und Gänsehaut. Außerdem wirkt die Nervenblockade ähnlich wie Betablocker:

Zusammengeschaltete Füße und Sexualorgane
Die Reaktion des Herzens auf Erregung oder körperliche Belastung ist leicht gedämpft. Das ist wichtig vor allem für ambitionier­te Sportler, die ihre pulsgestützten Leistungsgrenzen mit Laktattests neu bestimmen lassen müssen. Für die Füße eignet sich die Methode nicht, da der zu blockierende Nervenstrang auch die Sexualorgane steuert. Auch oberhalb der Gürtellinie kann es unangenehm werden, denn nach dem Eingriff kommt es in jedem Fall zum so genannten kompensatorischen Schwitzen: Der Körper gibt woanders mehr Schweiß ab. Wie stark der Effekt ist, kann man vorher nicht mit Sicherheit sagen, aber es lässt sich anhand von speziellen Tests vor der Operation einschätzen. Schließlich soll niemand vom Regen in die Traufe geraten

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