Übernacht-Linsen: Neue Kontaktlinsen im Test

Dreamlens
Traumhaft: In der Nacht gleicht die neue Kontaktlinse Sehschwächen aus.

Eine neue Kontaktlinsen-Art verspricht, die Hornhaut nachts so zu verformen, dass man tagsüber ohne Sehhilfen scharf gucken kann. Funktioniert das?

Zum ersten Mal passt die Redewendung: Ich traue meinen eigenen Augen nicht. Ich kann nämlich sehen, scharf und klar. Ohne Brille, ohne Linsen, einfach so. Eine Spontanheilung über Nacht. Bis gestern war das anders. Schon in der Grundschule hatte mir eine beidseitige Kurzsichtigkeit (inzwischen knapp vier Dioptrien) in Verbindung mit einer mittleren Hornhautverkrümmung einen Schleier auf die Welt gelegt.

Seitdem habe ich einige Erfahrungen mit Sehhilfen gesammelt. Es begann mit Kassen-Hornbrillen aus der Vor-Fielmann-Zeit, deren einziger Vorteil mir erst Jahre später klar wurde: Ich kann jeden, wirklich jeden mit Bildern aus der Schul- zeit zum Lachen bringen. Dann kamen die über- großen Metallgestelle, die ja heute wieder modern sein sollen. Sie passten allerdings schlecht unter den Motorradhelm, weshalb ich schließlich auf weiche Kontaktlinsen umstellte. 15 Jahre lang probierte ich unterschiedliche Fabrikate aus, von der Zwei-Jahres- bis zur Ein-Monats-Wegwerflinse.

Kurz vor meinem 40. Geburtstag kehrte ich dann zur Brille zurück, weil man den sporadisch aufblitzenden Intuitionen der beginnenden Altersweisheit mit der Brille in der Hand am wirkungsvollsten Bedeutung verleiht. Über diesen Erich-Böhme-Effekt hinaus spricht aus meiner Sicht vor allem noch eines für die Augengläser im Gestell: Sie korrigieren Fehlsichtigkeit am präzisesten.

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