Zahnarzt ohne Bohren: Karieslöcher einfach stopfen

Am Besten vorbeugen
Putzmuffel können aufatmen

Zahnschmerzen? Oh nein, bloß nicht bohren. Keine Angst, es geht auch ohne: Karieslöcher werden ab heute einfach zugeschmiert

Karies und Baktus, diesen miesen Mund-Terroristen rücken Zahnärzte bislang mit dem gefürchteten Bohrer zu Leibe. Selbst aus einem kleinen Loch muss meist erst einmal ein Krater gemacht werden, um die Füllung verankern zu können. Dass dabei ein großer Teil des gesunden Zahns verloren geht, mussten Dentisten bisher in Kauf nehmen.

Schmerzfreie Behandlung

Japanische Wissenschaftler haben endlich eine Alternative gefunden, um kleineren Lochfraß zu behandeln, ohne die Karies großflächig aus dem Schmelz zu bohren. Die Forscher um Kazue Yamagishi verwenden ein Füllungsmaterial, das dem natürlichen Zahnschmelz ähnelt. Diese Paste, das Hydroxylapatit, löst die Oberfläche des Zahns zunächst an, um dann mit ihr zu verschmelzen und eine sehr starke chemische Bindung einzugehen. Man erneuert quasi den Zahnschmelz.

Voraussetzung für diese Behandlung ist wie so oft eine Früherkennung des Krankheitsbildes. Wer also regelmäßig den Mund aufmacht und einen Fachmann hineinschauen lässt, erspart sich zukünftig so manche schmerzhafte Bohrer-Orgie.

Aber Geduld: Ob und wann die neue Methode von deutschen Zahnärzten eingesetzt wird, ist derzeit noch unklar.

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