Neue Krebsvorsorge: Neuer Schutz vor Prostatakrebs

Aufwärts

Prostatakrebs kann bald Jahre früher diagnostiziert werden: US-Forscher haben ein Eiweißmolekül entdeckt

Das Tückische an Prostatakrebs ist, dass er oft erst in einem späten Stadium Beschwerden verursacht und bemerkt wird. Das nun entdeckte Protein EPCA soll es Ärzten ermöglichen, das Leiden bis zu fünf Jahre früher auszumachen als bisher: Das Eiweißmolekül kann bereits zu einem Zeitpunkt im Prostatagewebe nachgewiesen werden, zu dem die Zellen noch lange keine Auffälligkeiten zeigen.

Zur Krebsfrüherkennung wurde bisher nur ein so genannter PSA-Bluttest durchgeführt: Man bestimmte die im Blut enthaltene Menge des Eiweißes PSA. Ein erhöhter PSA-Level gilt als Anzeichen dafür, dass das Gewebe der Vorsteherdrüse geschädigt sein könnte.

Allerdings ist ein erhöhter PSA-Wert alleine kein sicheres Indiz; er tritt zum Beispiel auch bei gutartigen Veränderungen der Prostata auf. Das Protein EPCA, das die Wissenschaftler von der Universität Pittsburgh nun entdeckt haben, wird die Diagnose erleichtern: Es ist nur zu finden, wenn das Prostatagewebe bösartig verändert ist.

Kombiniert mit dem derzeitigen PSA-Bluttest sei es nun möglich, bösartige Prostata-Veränderungen wesentlich früher zu entdecken und zu therapieren, so die Forscher im Fachblatt „Journal of Urology“.

Seite 13 von 24

Sponsored SectionAnzeige