Tränenflüssigkeit: Nie mehr trockene Augen

Tränenflüssigkeit: Nie mehr trockene Augen

An trockenen Augen ist oft Heizungsluft schuld. Wir sagen Ihnen wie Sie für mehr Bewässerung sorgen

Sie haben das Gefühl, dass Ihnen jemand Sand in die Augen streut? Es juckt und brennt? Dann leiden Sie womöglich unter trockenen Augen. Die Benetzungsstörung ist eine der häufigsten Erkrankungen der Augenheilkunde – dank trockener Heizungsluft besonders jetzt im Winter.

Wir sagen Ihnen, wie Sie vorbeugen können: Wann Sie "Blinzel-Übungen machen sollten, wie Sie sich mit Frischluft versorgen können oder ob künstlicher Ersatz was bringt. Auch Flüssigkeit von Innen nachfüllen oder künstliche Verstopfungen können helfen.

"Für gesundes Sehen muss der Tränenfilm gleichmäßig alle fünf bis zehn Sekunden mit dem Lidschlag über den Augapfel verteilt werden", so der Augenarzt Professor Horst Brewitt aus Hannover. Die Tränen schwemmen Schmutzpartikel aus und sorgen für Sauerstoffnachschub. Wird zu wenig produziert, trocknen Horn- und Bindehaut aus. Es bilden sich Schuppen und kleine Verletzungen, in die Bakterien eindringen. Brewitt: "Die Infektionsgefahr wächst." Und im schlimmsten Fall droht gar Erblindung.

Blinzel-Übungen
Beim starren Blick auf den PC-Monitor wird die Lidschlagfrequenz halbiert, es fließt weniger Tränenflüssigkeit. Schieben Sie stündlich ein Blinzel-Training ein: zuerst einige Lidschläge, dann die Augen schließen und kurz entspannen, dann wieder Lidschläge, entspannen usw.

Regelmäßig Frischluft
Winterliches Wüstenklima trocknet die Schleimhäute aus. Reißen Sie mehrmals am Tag die Fenster auf und lüften Sie ausgiebig. Sorgen Sie darüber hinaus für genügend Luftfeuchtigkeit (beispielsweise durch das Aufstellen von Grünpflanzen).

Flüssigkeit von innen
Gerade in Stress-Situationen wird Durst oft nicht bemerkt. Am besten steht am Arbeitsplatz immer ein Glas Mineralwasser, Tee oder Fruchtsaft griffbereit.

Künstlicher Ersatz
Künstliche Tränen verhindern das Austrocknen. Für leichte Fälle gibt’s Tropfen, für hartnäckige ein länger haftendes Gel (vorher mit dem Arzt sprechen). Konservierungsmittelfreie Präparate (Ein-Dosis-Ophtiolen) verhindern eine Gewöhnung.

Nützliche Verstopfung
Hilft das alles nichts, können kleine Kollagen- oder Siliconimplantate in den Tränenabzugskanal im Unterlid eingesetzt werden. Der Abfluss wird verstopft, die Tränen bleiben länger im Auge.

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