Lauftrainer fürs Handgelenk: Nike+ Sportband im Test

Das "Sportband" von Nike speichert Ihre Laufdaten
Das Nike+ Sportband trägt sich angenehm und ist mit zwei Knöpfen einfach zu bedienen

Das "Sportband" von Nike speichert Ihre Laufdaten, so wie das "Nike+ Sportkit" – nur ohne iPod. Wir haben das Laufarmband getestet

Nikes neustes Technik-Tool für Läufer ist eine Art Armband. Das "Nike+ Sportband" speichert, ähnlich wie die 2006 eingeführte iPod-Variante, trainingsrelevante Lauf-Daten. Diese können in der Internet-Community Nike+ verwaltet werden. Während die alte Version noch alle Daten über den iPod nano und iTunes austauschte, funktioniert das Sportband ohne den MP3-Player. Das Pedometer mit Armband und USB-Stick gibt's für knapp 60 Euro.

So funktioniert's
Ein Sensor, der in die speziell dafür angefertigten Nike+-Laufschuhe einsetzt wird, schickt Daten wie Zeit, Geschwindigkeit, Strecke und verbrauchte Kalorien an einen USB-Stick im Armband. Diese Daten können Sie auch beim Laufen über ein kleines Display abfragen. Schließen Sie den Stick per USB-Port an Ihren Computer an, werden die Trainingswerte auf Ihr Profil in der NikePlus.com-Community hochgeladen. Dort können Sie Ihre Fortschritte verfolgen, beziehungsweise Ziele definieren, oder Sie tauschen sich mit anderen Mitgliedern aus.

Der Lauftrainer fürs Handgelenk: das Nike+ Sportband
Der Lauftrainer fürs Handgelenk: das Nike+ Sportband

Der Praxistest: Die Handhabung ist einfach: Auspacken, Software installieren, persönliche Daten eingeben und loslaufen. Nachteil: Sowohl die Software als auch die Trainingsdaten sind nur im Netz zu haben. Ein Internetanschluss ist daher Pflicht. Pluspunkt: Das Armband trägt sich angenehm und ist mit seinen zwei Knöpfen sehr einfach zu bedienen. Während des Laufs kann ich mit einem Knopfdruck zwischen den Informationen Distanz, Tempo, Zeit und Kalorien hin und her schalten. Aber: Die Motivationsansagen über Kopfhörer der iPod-Variante fehlen hier leider, so dass das Sportband eigentlich nur Daten speichert. Auch misst der Sensor nicht sonderlich genau: Auf einer Laufstrecke von 5 Kilometern registrierte das Sportband knapp 400 Meter mehr (im direkten Vergleich mit der iPod-Variante sogar 500 Meter). Selbst nach Kalibrierung bleibt die Messung ungenau. Exaktere Messungen liefern GPS-Geräte.

Kleines Manko: Das Display ist nicht beleuchtet, so dass die Laufdaten im Dunkeln schwer lesbar sind. Der Sensor passt normalerweise in Nike-Laufschuhe. Denn diese haben eine spezielle Aussparung in der Sohle. Alternative: Besorgen Sie sich einen Adapter, wie beispielsweise von switcheasy. Damit wird der Sensor an die Schnürsenkel gesteckt. Kosten: zirka 8 Euro.

Laufwettbewerbe im Netz: die Nike-Plus-Laufcommunity
Wettstreit im Netz: die Nike-Plus-Laufcommunity

Lauf-Community mit 85 Millionen Kilometern
Bonus: Die Nike-Plus-Community bietet eine gute Möglichkeit, seine Trainingsfortschritte zu verfolgen. Auch können Sie hier persönliche Ziele festlegen:

• Gelaufene Kilometer innerhalb einer bestimmten Zeit
• Trainingshäufigkeit pro Woche
• Verbrauchte Kalorien
• Geschwindigkeit

Dazu gibt es diverse grafische Auswertungen. Damit Sie Ihre gesteckten Ziele nicht vergessen, kann Sie ihr Computer daran erinnern. In der Community können Sie zudem mit Fremden oder Freunden Wettstreite austragen, wie "Wer schafft zuerst die 100 Kilometer?". Insgesamt wurden in der Laufgemeinschaft schon 85 Millionen Kilometer erlaufen.

Fazit: Das Sportband ist eigentlich nicht mehr als ein aufwendiger Schrittzähler mit Community-Funktionen. Für Einsteiger und Läufer, die auf Musik verzichten und Umgebungsgeräusche hören wollen, ist das Sportband gut geeignet. Leider bietet Nike noch kein Tool zur Herzfrequenzmessung an, welche durchaus auch für Einsteiger zu empfehlen ist. Problem: Die Batterien im Sensor lassen sich nicht austauschen. Sind diese leer, muss ein neuer Sensor gekauft werden. Der Preis des Sportbands ist zudem mit 60 Euro nicht gerade günstig. Wer auch die Features der Nike-Community verzichten kann, ist mit anderen Pedometern möglicherweise besser beraten. Für Sportler, die nicht darauf verzichten wollen, ist die Anschaffung zumindest wesentlich günstiger als die des Nike+ iPod Sportkits, das inklusive iPod mit ab 160 Euro zu Buche schlägt.

Sponsored SectionAnzeige