Wo sind meine Zigaretten?: Nikotin schädigt das Gedächtnis

Ob er weiß, wo die Pflaster herkommen?
Er versucht mit Nikotinpflastern sein Gedächtnis zurück zu bekommen

Sie sind ewig auf Suche nach Schlüssel, Brieftasche oder Brille? Vielleicht sind Kippen schuld an mieser Erinnerung

Wer seinen Kumpels immer wieder mit derselben Geschichte kommt, sollte über seinen Zigarettenkonsum nachdenken. Denn laut einer Studie machen Glimmstengel vergesslich. Britische Forscher der Universität Newcastle fanden heraus, dass Nikotin das Langzeitgedächtnis schädigt und die Erinnerung an alltägliche Dinge mindert. Dabei hängt die Beeinträchtigung des Gedächtnis von der eingeatmeten Nikotinmenge ab: je mehr Zigaretten, desto schlechter das Gedächtnis.

Das Ergebnis der im Internet durchgeführten Studie ist eindeutig: Die Nichtraucher lagen im Gedächtnistest klar vorne, gefolgt von den schwachen Rauchern. Am Ende lagen die Kettenraucher.

Gründe
Die Forscher vermuten, dass der Nikotinspiegel im Blutplasma das Gedächtnis beeinflusst. Denn nach dem Rauchen steigt der Nikotinspiegel nur kurz an, dann sinkt er wieder ab. Das Gedächtnis von Rauchern muss also bei ständig wechselndem Nikotinspiegel arbeiten. Laut der Forscher könnte das der Grund für die Vergesslichkeit der Raucher sein.

Für ihre Internetstudie befragten Forscher 763 Raucher und Nichtraucher über ihr Langzeit- und Alltagsgedächtnis. Bei den Rauchern unterschieden die Forscher zwischen starken (mehr als 15 Zigaretten/Tag) und schwachen (weniger als 4 Zigaretten/Tag) Rauchern.

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