Qualmkiller: Nikotinpflaster sind unwirksam

Rauchentwöhnung erfordert viel Willenskraft
Trotz gutem Vorsatz werden rund ein Drittel aller Ex-Raucher rückfällig

Sparen Sie Ihr Geld: Denn teure Rauchentwöhnungsmittel helfen offenbar nicht im Kampf gegen die Sucht

Wer dauerhaft von der Fluppe loskommen will, sollte offenbar eher auf seine Willenskraft setzen als auf Nikotinpflaster aus der Apotheke. Denn amerikanische Forscher fanden heraus, dass sämtliche Raucherentwöhnungsmittel wie beispielsweise auch Nikotinkaugummis, Nikotininhalator oder Nasensprays beim Abgewöhnen der Zigarettensucht langfristig nichts nützen.

Die Wissenschaftler der Harvard School of Public Health und der Boston University of Massachusetts beobachteten über einen Zeitraum von 6 Jahren rund 790 Teilnehmer, die alle mit dem Rauchen aufhören wollten. Alle Probanden wurden jährlich nach ihren Fortschritten und nach eventuellen Hilfsmitteln zur Rauchentwöhnung befragt.
Das Ergebnis: Bei jeder erneuten Befragung gaben rund ein Drittel der Teilnehmer an, rückfällig geworden zu sein. Hinsichtlich der Rückfallquote konnten die Wissenschaftler keinen Unterschied feststellen zwischen Rauchern, die mit Hilfe von Nikotinpflastern versucht hatten das Laster loszuwerden oder denjenigen, die keinerlei Hilfsmittel verwendet haben.

Die Studie zeige, dass Rauchentwöhnungsmittel nicht wirksamer seien als reine Beharrlichkeit im langfristigen Kampf gegen den Qualm, sagt Studienautor Hillel Alpert von der Harvard School of Public Health. Auch der Staat solle seinen Fokus eher auf Medienkampagnen, Tabakpreissteigerungen oder Nichtrauchergesetze richten als Geld für Rauchentwöhnungsmittel auszugeben, so der Wissenschaftler.  

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