Knochenbrüche und Knochenprobleme: Oberarmbruch

Oberarmbruch: Unbehandelt Gefahr eines "falschen Gelenks" (Pseudarthrose) an der Bruchstelle
Oberarmbruch: Unbehandelt Gefahr eines "falschen Gelenks" (Pseudarthrose) an der Bruchstelle

Bei Frakturen des oberen Arms wird unterschieden zwischen schulternahen, mittleren und ellenbogennahen Brüchen

Bei Oberarmbrüchen im Bereich des röhrenförmigen Knochenschafts wird je nach Lage des Bruchs (Fraktur) zwischen schulternahen, mittleren und ellenbogennahen Brüchen unterschieden. Bei Erwachsenen ist bei Brüchen im körperfernen Drittel oft auch die Gelenkfläche des Ellenbogengelenkes betroffen. Wird ein Oberarmbruch nicht ausreichend behandelt, können die Beschwerden (s. Symptome) bestehen bleiben. Außerdem besteht das Risiko, dass durch die Bruchenden Nerven beschädigt werden können. Gelegentlich bildet sich auch ein so genanntes falsches Gelenk (Pseudarthrose) an der Bruchstelle.

Symptome: Starke, insbesondere bewegungsabhängige Schmerzen, Schwellung und Druckempfindlichkeit kennzeichnen einen Oberarmbruch. Die Beweglichkeit der angrenzenden Gelenke (Schulter und Ellenbogen) ist mindestens eingeschränkt, oft aber wegen der Schmerzen gar nicht möglich. Ist der Speichennerv (er liegt dem Oberarmknochen im oberen Abschnitt direkt an) mitverletzt, können typischer Weise Gefühls- und Bewegungsstörungen der Hand auftreten.

Ursachen: Brüche des Oberarmes können durch einen Sturz auf den ausgestreckten Arm oder auf die Schulter, beispielsweise beim Skilaufen, oder durch einen heftigen Schlag bei körperkontaktbetonten Sportarten, etwa bei Ballspielen, verursacht werden.

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