Möglichkeit Nr. 2: Öde Hölle: Unterforderung

Für viele fast realtitä: Der Mittagsschlaf direkt vor dem Computer

Ertappen Sie sich öfter mal gähnend am Arbeitsplatz? Dann sind Sie wahrscheinlich gelangweilt

Symptome
Schon wieder alle Zeitungen durch? In einer halben Stunde ist zum Glück Mittagspause, und danach sind es nur noch drei Becher Kaffee und ein paar Level beim Handy-Tetris bis zum Feierabend. Sieht so oder so ähnlich Ihr Arbeitstag aus? „Unterforderung spüren Sie in erster Linie als Langeweile“, sagt Expertin Qualen. „Ein anderes Zeichen: Sie lächeln darüber, dass andere ihr Pensum nicht so locker schaffen wie Sie.“

Nebenwirkungen
Wegen ihres überlegenen Lächelns wirken Unterforderte nach außen hin oft arrogant. „Sie stecken aber auch in einem Dilemma“, erklärt die Psychologin. „Einerseits wollen sie neue Herausforderungen, andererseits schrecken sie davor zurück, dies offen anzusprechen, da sie fürchten, dass ihnen dann unliebsame Aufgaben aufgehalst werden.“ Also halten sie lieber still.

Der Zustand, nicht ausgelastet zu sein, bringt ein Gefühl der Peinlichkeit mit sich. „Oft sind die Unterforderten aber auch so etwas wie Mütter der Kompanie. Auf Grund ihrer geringeren Belastung wirken sie ruhig und souverän. Weil sie nicht in Arbeit versinken, haben sie häufig einen sehr guten Überblick über das Geschehen innerhalb der Firma. Viele Kollegen ziehen sie daher ins Vertrauen und kommen mit ihren Sorgen zu ihnen.“

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