Letzter Ausweg OP: Operation Schweißdrüse

Operation für die Nachkommen
OP gegen Schweiß

Wenn alle anderen Methoden versagen, bleiben diverse Operationsmethoden.

„In meine Praxis kommen immer wieder Männer, die das Problem sofort loswerden und gleich unters Messer wollen“, erzählt Schick. „Aber das sollte man wirklich erst erwägen, wenn alle anderen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden sind.“ Bei der lokalen Schweißdrüsen­exzision wird ein Stückchen Haut der Achselhöhlen mitsamt der Schweißdrüsen herausge­schnit­ten. Die Methode wird heute kaum noch angewendet, weil dabei Wunden entstehen, die lange Zeit zur Heilung brauchen und zudem große Nar­ben hinterlassen.

Bei dem so genannten Absaugen der Schweiß­drüsen wird über klei­ne Schnitte in den Achselhöhlen ein Gerät unter der Haut entlangbewegt. Anders als es der Name suggeriert, werden die Drü­sen hier nicht abgesaugt, sondern ihre Nervenverbindungen zer­stört. „Die Methode ist aber nur zu 30 Prozent dauerhaft erfolgreich“, sagt Schick. Darauf aufbauend hat er seine eigene entwickelt, die Saugkürettage: Über kleine Schnitte wird die Innenseite der Haut abgeschält und so von Schweißdrüsen weitgehend befreit. Laut Schick liegt die Erfolgsquote bei 80 Prozent. „Aber natürlich macht man derart Drastisches nur, wenn der Leidens­druck wirklich groß ist."

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