Sport fürs Schmuddelwetter: Outdoor-Sportarten für den Herbst

Outdoor-Sportarten für den Herbst
Echte Biker sind immer auf der Suche nach einer schönen, großen Pfütze. Mit dem richtigen Waschmittel ist auch das kein Problem

Nix wie raus! Der Herbst soll Ihnen nicht die Sportlaune verderben. Im Gegenteil: Wir verraten, wie Sie bei Matsch und Regen richtig in Fahrt kommen

Freuen Sie sich, denn das bedeutet: Jetzt ist wieder Freiluft-Saison für die wirklich echten Männersportarten. American Football, Rugby oder Fußball machen nämlich im Matsch doppelt so viel Spaß. Wenn es in Ihrem Freundeskreis neben Ihnen dummerweise nur Warmduscher gibt, erfahren Sie hier außerdem, wie Sie bei schlechtem Wetter draußen auch alleine jede Menge Spaß haben können – beim Skaten, Mountainbike fahren oder beim Laufen.

Skaten

  1. Der Härtegrad der Rolle bestimmt die Straßenhaftung. Bei Nässe daher unbedingt weichere Modelle wählen, um den Grip zu erhöhen.
  2. Damit der Skate nicht wegschmiert, muss der Abdruck möglichst unter dem Körper stattfinden und nicht, wie sonst üblich, hinten außen. Tempo sollten Sie in diesem Fall über eine erhöhte Schrittfrequenz machen.
  3. Wenn es nach einer längeren Trockenzeit regnet, entsteht ein Schmutzfilm auf der Fahrbahn, der so glitschig ist wie Schmierseife. Die Haftkraft nimmt bereits bei geringen Neigungswinkeln ab. Verzichten Sie deshalb in engen Kurven auf die aggressive Übersteiger-Technik – besser ist es, die Skates nachzusetzen.
  4. Fahrbahnschmutz und Nässe lassen die Kugellager der Rollen knirschen. Reinigen und fetten Sie deshalb regelmäßig alle Lager. Öl ist zwar auch in Ordnung, verflüchtigt sich aber schneller als Fett.

Mountainbiking
Echte Biker sind immer auf der Suche nach einer schönen, großen Pfütze. Und das hat einen einfachen Grund: Aufspritzendes Wasser spült nämlich den Dreck vom Rad. Das Mountainbike wird so ruckzuck leichter, die Felgen sauber – das steigert die Bremsleistung. Trotzdem müssen Sie eine Menge Dinge beachten, wenn Sie ein Schlammloch durchfahren wollen.

  1. Verlagern Sie das Gewicht leicht nach hinten: Wenn das Vorderrad nicht entlastet wird, taucht es zu tief ein. Das bremst und kann sogar zu einem Sturz führen.
  2. Die Reifenwahl: Weltcup-Profis ziehen bei schlammigen Bedingungen extrem dünne Reifen mit einer Breite von 1,5 Zoll auf (zum Beispiel Schwalbes Black Shark Mud). Vorteil: Der Reifen gräbt sich besser in den Matsch und sorgt so für gute Traktion. Tourenbiker sollten sich für einen breiten Schlappen (2,1 bis 2,3 Zoll) entscheiden. Denn diese Modelle verzeihen mehr Fehler in puncto Fahrverhalten und bieten mehr Komfort. Übrigens: Die Matschreifen erkennt man leicht an den kleinen, aber hohen Stollen mit den großen Zwischenräumen.
  3. Montieren Sie Schutzbleche: Der aufgeschleuderte Dreck des Vorderrades kann die Sicht und damit die Fahrsicherheit massiv beeinträchtigen.

Laufen im Gelände
Trailrunning im unbefestigten Gelände ist ein ideales Ergänzungstraining für alle Läufer. Durch schnelle Richtungswechsel, kleine Sprünge oder Ausweichmanöver schulen Sie Kraft, Ausdauer und Koordination. Außerdem ist Trailrunning eine Riesengaudi. Probieren Sie es aus – mit diesen Tipps wird der Offroad-Trip zum Erfolg!

1. Wohin den Schritt setzen? Je dunkler der Boden, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass er angetrocknet ist. Heller Schlamm ist meistens sehr feucht – dort versinken Sie beim Auftreten garantiert.

2. Wer in Schlamm und Modder gut vorankommen will, muss seine Lauftechnik ein bisschen umstellen. Beim Geländelauf ist vor allem ein hoher Kniehub und ein verstärkter Abdruck aus dem Fußgelenk heraus wichtig.

3. Mit den passenden Schuhen macht so ein Trip ins Unterholz noch mehr Spaß. Alle Laufschuh-Hersteller bieten Modelle an, die speziell für die Anforderungen beim Trailrunning entwickelt wurden.

Fußball
Mit diesen drei Trainingsvarianten haben Sie bei jedem Wetter jede Menge Spaß am Kicken – und verbessern obendrein Ihre Balltechnik und Ihr Stellungsspiel.

1. Fußball-Tennis: Auf einem Feld von der Größe eines Tennis-Courts (optimal: mit Mittelnetz) treten zwei Teams gegeneinander an. Der Ball darf mit dem Kopf oder mit den Beinen gespielt werden. Die Zählweise entspricht der beim Tennis, der Ball darf nur einmal aufsetzen.

2. Highball: Sie brauchen vier Spieler, einen Ball und ein Handballtor. Markieren Sie mit Kalk einen Fünfmeterraum vorm Tor. Es gewinnt der Spieler, der als Erster insgesamt 20 Tore gemacht hat. Und so geht's: Der Ball wird freigegeben, die drei Spieler vorm Tor dürfen sich den Ball nur hoch zuspielen. Nach drei Ballkontakten muss der Abschluss gesucht werden. Die Regeln: Bis zum Fünfmeterraum darf auf das Tor geschossen, ab dem Fünfer muss entweder per Kopf gespielt oder ein Fallrückzieher angesetzt werden. Der Torhüter versucht selbstverständlich, Tore zu verhindern – er bekommt zu Beginn zehn Tore gutgeschrieben. Wenn ein Schuss am Tor vorbei ins Aus geht, muss sich der Fehlschütze ins Tor stellen, der Torwart darf einmal schießen.

3. 3 gegen 3: Auf einem Kleinfeld (30x30 Meter) spielen zwei Mannschaften gegeneinander. Jeder der drei sucht sich einen unmittelbaren Gegenspieler. Um das Stellungsspiel zu verbessern, gilt, dass der jeweils angespielte Kicker zwei Ballkontakte haben muss – also erst den Ball stoppen, dann weiterspielen.

Touch-Rugby
Ähnlich wie beim Football wollen auch beim Rugby zwei Mannschaften die gegnerische Endzone, das Malfeld, erreichen, um dort den Ball abzulegen. Gelingt dies, nennt man das im offiziellen Sprachgebrauch einen "Versuch". Der bringt fünf Punkte. Aber im Gegensatz zum Football darf das Zuspiel untereinander nur zur Seite oder rückwärts erfolgen. Die Spieler müssen hier den Raum überwinden, nicht der Ball. Dieser Raumgewinn kann auf unterschiedliche Arten erreicht werden.

  1. Sie überlaufen Ihren Gegenspieler mit Hilfe einer Oberkörpertäuschung oder durch eine plötzliche Richtungsänderung.
  2. Sie kicken das Ei über den Mitspieler hinweg und laufen dem Ball hinterher.
  3. Sie passen den Ball zu einem der Mitspieler. Aber nicht vergessen: Das Abspiel nach vorne ist strengstens untersagt!

Die Regeln: Natürlich müssen Sie versuchen, den Gegner am Raumgewinn zu hindern. Beim Touch-Rugby muss Ihr Gegner stoppen, wenn Sie ihn mit beiden Händen an der Hüfte berühren. Körpereinsatz ist erlaubt und sogar erwünscht. Allerdings: Fairness ist oberstes Gebot!

Spielfeld und Ausstattung Ideal: ein Feld von 40x70 Metern für 5 bis 8 Spieler. Ein Rugby-Ball kostet ungefähr 40 Euro.

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