Rucksack richtig packen: Pack-Tipps für Backpacker

Pack-Tipps für Backpacker
Eine eigene Pack-Strategie ist wichtig, damit Sie unterwegs alles schnell wiederfinden

Lust auf ein Backpacking-Abenteuer? Dann Rucksack auf und los! Vorher verraten wir noch schnell, wie Sie richtig packen und was Sie beim Backpacking wirklich brauchen

Setzen Sie ein Kilo-Limit
Backpacker müssen beim Gepäck klare Prioritäten setzen. Wenn Sie ein paar Wochen mit dem Rucksack auf dem Rücken unterwegs sind, merken Sie schnell: Man braucht viel weniger als gedacht. „Setzen Sie sich daher ein Limit beim Packen: Mehr als 20 Kilo in einem 55 Liter Rucksack sollten es nicht sein”, rät Backpacker Peter Althaus, der auf rooksack.de über seine Rucksackreisen bloggt. „Für Treckingtouren sind 15 Kilo das Maximum. Mehr brauchen Sie nicht.”

Suchen Sie platzsparendes Reise-Equipment
Ein Rucksack bietet nur begrenzten Platz. Besorgen Sie sich platzsparendes Reise-Equipment: „Statt der sperrigen Isomatte, nehmen Sie lieber eine dünne, aufblasbare Luftmatratze. Die lässt sich klein zusammenfalten und besser verstauen.” Für Outdoor-Trips brauchen Sie Mini-Schlafsäcke und kleine Ein-Mann-Zelte. Besonders zu empfehlen: dünne Sporthandtücher aus Mikrofaser. Diese sind leicht und trocknen schnell. Wer nicht campen will und lieber in Hostels schläft, kann den Schlafsack gleich zuhause lassen. Tipp für Trecking-Urlauber: Die Wanderschuhe gehören direkt an die Füße statt auf den Rücken.

Kleidung nur für 1 Woche mitnehmen
„Kleidung nimmt man oft viel zu viel mit”, sagt Backpacking-Experte Althaus. Sein Tipp: nur noch Kleidung für etwa eine Woche einpacken und vor Ort waschen: „Die meisten Hostels haben Waschmaschinen und Trockner.” Bei Shampoo und Duschgel empfiehlt er Probegrößen. So bleibt immer noch ein bisschen Platz für die Badehose und ein paar Flip Flops im Rucksack. Unverzichtbar: eine Kamera, um all die Erinnerungen und aufregenden Reiseerlebnisse festzuhalten.

Backpacking-Rucksack richtig sichern
Eine Gepäckversicherung können Sie sich in der Regel sparen: „Technische Geräte wie Foto- und Videokameras sind in den meisten Policen leider ausgeschlossen”, sagt Althaus. Alles andere in Ihrem Rucksack sollte nicht so wertvoll sein, dass sich eine Versicherung wirklich lohnt. Wertvoller Schmuck und alles, woran Ihr Herz hängt, sollten Sie lieber zuhause lassen. Für andere Wertsachen empfiehlt Althaus feinmaschige Stahlnetze mit Schloss (zum Beispiel der Bag Protector von Pacsafe, etwa 70 Euro). Damit können Sie Wertsachen oder auch den ganzen Rucksack diebstahlsicher verpacken oder sogar an einen festen Gegenstand schließen, falls Sie Ihr Gepäck mal aus den Augen lassen müssen.

Backpacking-Rucksack richtig packen
Die wichtigste Regel: „Schwere Sachen sollten möglichst nah am Rücken liegen”, erklärt der Experte. Dadurch liegt die Hauptlast näher am Körperschwerpunkt und der Druck lastet überwiegend auf dem Becken (Hüftgurt des Rucksacks festziehen!). Leichte, voluminöse Dinge (wie Daunenjacke) gehören nach unten. Überlegen Sie sich eine Pack-Systematik, damit Sie unterwegs wichtige Dinge schnell wiederfinden. Den Schlafsack, Ihren Kulturbeutel mit allen Hygieneartikeln und frische Unterwäsche brauchen Sie vermutlich jeden Tag, deshalb sollten diese Dinge möglichst schnell griffbereit sein. Auch clever: Zusammengehöriges mit Gummibändern aneinander binden oder gemeinsam in einer Tüte verpacken. Shirts und Hosen aufrollen. Das spart Platz. „Am besten packen Sie Ihren Rucksack ein paar Tage vor Abreise zur Probe”, rät Althaus. Dadurch können Sie sicher gehen, dass alles reinpasst und der gepackte Rucksack auch gut sitzt.

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