Behandlung von Kopfschmerzen: Paracetamol gegen Migräne

Gegen leichte Migräneattacken hilft offenbar Paracetamol
Kopfschmerzen und Migräne können eine ziemliche Plage sein

Neue Leitlinie für Kopfschmerzen: Paracetamol hilft am besten gegen leichte Migräne

Gegen leichte Migräneattacken hilft offenbar die rechtzeitige Einnahme von Paracetamol oder NSAR (Gruppe schmerzhemmender Arzneimittel). Bei schwerer Migräne hingegen sollen Betroffene zu so genannten Triptanen greifen, empfehlen die Migräne und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) in ihrer neusten Leitlinie. Dabei empfehlen die Forscher keine spezielle Substanz.

Medikamente zur Vorbeugung von Migräne können demnach folgende Substanzen beinhalten:
erste Wahl: Metoprolol, Propranolol, Flunarizin, Valproinsäure und Topiramat
zweite Wahl: Amitriptylin, Venlafaxin, Gabapentin, Naproxen, Acetylsalicylsäure, Pestwurz, Magnesium und Vitamin B2

Wird auf Medikamente verzichtet, empfiehlt die DMKG gezielte Entspannungsverfahren und Verhaltenstherapie (wie progressive Muskelentspannung). Dabei soll eine Kombination aus medikamentöser und nicht-medikamentöser Behandlung besonders effektiv sein.

Paracetamol verschreibungspflichtig
Wer Paracetamol nimmt, sollte allerdings die Risiken und Nebenwirkungen nicht unterschätzen: Magenbluten, Leberschäden, Ashma und Nierenversagen sind bei häufiger Anwendung mögliche Folgen, so das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Paracetamol ist daher seit dem 1. April verschreibungspflichtig und nur in geringer Dosis frei verkäuflich.

Sponsored SectionAnzeige