Display mit Leuchtrahmen: Computer-Bildschirm für entspannte Augen

Philips Lightframe 220X1
Die Helligkeit des Leuchtrahmens lässt sich in drei Stufen regeln

Der PC-Monitor Lightframe 220X1 soll die Augen entspannen und Herbst-Depressionen verscheuchen. Wir haben's getestet

Testobjekt: Computer-Display mit Leuchtrahmen
Produkt: Brilliance Lightframe 220X1
Hersteller: Philips
www.philips.de
Preis: um 250 Euro

Wer acht Stunden täglich am Computer arbeitet, hat oft Probleme mit den Augen. Sie ermüden, tun weh, fangen an zu brennen, und Kopfschmerzen kommen hinzu. Ähnliches gilt für Leute, die viel am PC spielen oder DVD-Filme anschauen. Ein Leuchtrahmen um den Monitor kann Augen und Gehirn entspannen. Laut Wissenschaftlern der American Psychatric Association kann blaues Licht die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit erhöhen. Es hilft gegen Müdigkeit und beugt sogar jahreszeitlich bedingten Depressionen vor.

Hersteller Philips nahm das zum Anlass blaues Licht in ein PC-Display zu integrieren. In einer Studie der Universität Groningen (Niederlande) gaben Versuchspersonen an, dass sie sich mit einem solchen Lightframe-Monitor tatsächlich ausgeruhter und konzentrierter fühlen.

Im Dunkeln ist gut leuchten
Im harten Alltagseinsatz in der Men's Health-Redaktion bewährte sich der Monitor. Probleme mit den Augen oder andere Ermüdungserscheinungen gab es überhaupt nicht. Man muss allerdings dazu sagen, dass es sich bei guter ergonomischer Einrichtung auch an einem Display ohne Leuchtrahmen entspannt arbeiten lässt.

Philips Lightframe Display

In dunklen Räumen wirkt der Leuchtrahmen des 220X1 am stärksten.

Abends ändern sich die Verhältnisse jedoch. Am besten kommt der Licht-Effekt in dunklerer Umgebung zum Tragen, wenn die Sonne verschwindet, deren Licht normalerweise durch das Fenster in den Raum fällt. Dann fühlt man mit einem konventionelle Display die Anspannung in den Augen oft sehr deutlich. Abends verwende ich normalerweise eine Schreibtischlampe hinter dem Monitor, um die Helligkeit der Umgebung der Helligkeit des Displays anzunähern. Das ist nicht notwendig, wenn ich den 220X1 benutze. Er sorgt dann für spürbare Entspannung. Bei Bedarf kann man die Helligkeit des Lightframes in drei Stufen herunter regeln oder ganz ausschalten. Aber selbst in der hellsten Stufe ist der Rahmen niemals so hell wie das eigentliche Display. Blenden soll er schließlich nicht.

Philips Lightframe Display

An den rechten Seite befinden sich Einstellknöpfe, um etwa die Helligkeit zu regeln.

Blickfang im Office
Am stärksten wirkt der Lightframe-Effekt auf vorbei laufende Kollegen. Bemerkungen wie: "Oh, was hast Du denn für einen coolen Monitor?" oder "Das sieht ja stark aus!" sind an der Tagesordnung. Seine 22 Zoll (56 Zentimeter) Diagonale machen das Platzangebot auf dem Display recht üppig. Dank des Breitbildformats von 16:10 eignet er sich besonders gut für DVD-Filme und Games. Normalerweise bevorzuge ich für die Büroarbeit ein Seitenverhältnis von 4:3, aber auch die Arbeit mit Textdokumenten und Layouts fällt leicht, denn bei bei einer Auflösung von 1680 x 1050 Pixeln ist in vertikaler Richtung genug Platz. Als Anschlüsse stehen VGA und DVI zur Verfügung. Außerdem gibt es einen USB-Port.

Kleiner Kritikpunkt: Hin und wieder bediene ich den Rechner im Stehen, ohne mich auf einen Stuhl zu setzen. Dann passiert es, dass ich beim Lightframe-Display die Menüleiste des Betriebsystems nicht mehr sehen kann. Sie ist vom Leuchtrahmen verdeckt, denn der Rahmen steht etwas hervor. Ideal wäre es, wenn Philips den Leuchtrahmen auf eine Ebene mit dem Bildschirm platzieren würde.

Fazit: Blau ist gut, bunt wäre auch spannend
Einige Kollegen fragten mich: "Kann er auch in anderen Farben leuchten?". Wäre technisch möglich, denn – das hat Philips selbst schon gezeigt – eine Kombination aus lediglich 4 Leuchtdioden ist in der Lage 16 Millionen unterschiedliche Farbtöne darzustellen. Derzeit kann der Lightframe 220X1 aber nur blau. Das ist auch okay, denn die Farbe Blau tut dem Gehirn und dem gesamten Körper nun mal am besten. Deswegen ist übrigens auch der Himmel blau. Leuchtet ein, oder?

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