Pannendienst Penis: Pein im Bett

Wenn die sexuelle Anziehung stimmt, die Leidenschaft, sollten wir nicht zögern, ans Limit zu gehen
Wenn's reibt, Kontakte unterbrechen

Wenn die Zierde des Mannes Probleme macht, tun wir uns manchmal schwer. Warum eigentlich?

Lust und Schmerz liegen häufig dicht beieinander. Doch wenn der Schmerz die Lust in den Schatten stellt, bleibt das Bett kalt.

Der Penis gleitet beim up and down nicht richtig, sondern reibt und schmerzt.

Ursachen: Probleme in der Beziehung, zu kurzes oder gar kein Vorspiel – und die Säfte versiegen. Sie oder Ihre Partnerin sind dann nicht feucht genug, der Penis gleitet schlecht und Haut reibt auf Haut. Auch beim Analverkehr kann reibungsloser Sex ausbleiben.

Was tun? Bereden Sie eventuell vorhandene Probleme, oft hilft auch ein heftiger Streit als Prelude. Oder sanftere Formen des Vorspiels. Ist trotzdem Ebbe, kann man auf Gleitcremes oder -gels zurückgreifen. Aber verwenden Sie nur wasserlösliche Gleitcremes (mit Glycerin oder Silikon und neuerdings auf Kiwi-Basis erhältlich), die Sie in Apotheken und Sexshops bekommen. Fetthaltige Cremes und Lotionen zerstören das Kondom. (Absolutes Muß beim Analsex. Die Infektionsgefahr ist – nicht nur für HIV, sondern auch für Pilze und Hepatitis C und B – extrem hoch!)

Die Eichel und/oder die Vorhaut schmerzen und sind gerötet.

Ursachen:

  • Zu heftiges und zu häufiges Onanieren
  • zu heftiger und zu häufiger Sex
  • Reinigungsfimmel (zu häufiges Waschen, Desinfektionsmittel)
  • zu enge Vorhaut
  • Entzündung durch Pilze oder Bakterien

Was tun?

  • „Fallen ... Sie nicht über Ihren Schwanz her – seien Sie einfühlsam ... Schieben Sie zärtlich seine Vorhaut zurück, knuddeln Sie Ihre Hoden ...“, rät Comic-Autor Walter Moers. Das gilt für Sex in allen Variationen – wenigstens hin und wieder sind Erholungspausen angebracht.
  • Das Problem einer beengenden Vorhaut behebt der Arzt mit einem Schnitt durch das Bändchen zwischen Vorhaut und Eichel.
  • Auch bei einer Entzündung durch Pilze oder Bakterien – diese erkennt man am Jucken und weißlichen Belägen – ist ein Arztbesuch sinnvoll.

Eichel und Vorhaut sind nach dem Sex wund.

Ursachen: Wahrscheinlich ist eine Allergie gegen ein chemisches Verhütungsmittel (Schaumpräparate, Gels oder Scheidenzäpfchen) Ihrer Partnerin oder gegen das Kondom. Allerdings können auch ungewöhnliche Sexualpraktiken das Kardinalstück des Penis strapazieren.

Was tun? Steigen Sie um auf ein anderes Verhütungsmittel oder in ein anderes Kondom. In Apotheken und gut sortierten Sexshops sind latexfreie Naturdarmkondome erhältlich. Demnächst sollen Polyurethan-Kondome („Avanti“) der Firma London auch auf den deutschen Markt kommen.

Kondom-Allergien oder Unverträglichkeiten können durch folgende Substanzen verursacht werden: Latexproteine, Silikonöle, Spermizide (Nonoxynol-9) und Vulkanisierungsbeschleuniger (1,3-Diphenylguanidin). ProFamilia-RFSU- Kondome enthalten kein 1,3-Diphenylguanidin. Die meisten Kondome in Deutschland sind spermizidfrei (Kennzeichnung lesen!).

Schmerzen bei der Ejakulation, außerdem glasklarer oder weißlich bis gelblich-eitriger Ausfluß aus der Harnröhre, Brennen beim Wasserlassen.

Ursachen: Sehr häufig sind es Infektionen der Harnröhre mit Bakterien oder Viren und Entzündungen der Prostata, die einem ausgerechnet das Highlight des Sex, nämlich die Ejakulation verleiden. Entzündungen der Harnröhre und Geschlechtskrankheiten schleichen sich meist ein bei ungeschütztem Verkehr. (Verletzungen der Harnröhre und mangelnde Hygiene können solche Infektionen zusätzlich begünstigen.)

Was tun? Tägliche Reinigung des Penis und der Gebrauch von Kondomen verringern das Risiko erheblich. Ist es für die Vorbeugung zu spät, ist ein Arztbesuch angesagt. Je nach Ursache wird der Fachmann Virenkiller oder Antibiotika verschreiben, damit die Fontäne wieder kräftig und schmerzfrei sprudeln kann.

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